Feuersteinklippe

Felsformation im Harz nahe der Ortschaft Schierke
Feuersteinklippe
Waldlichtung zur Klippe
Klippe im Winter
Überdimensionierter Werbeträger Schierker Feuerstein mit Abbildung der Feuersteinklippe

Die Feuersteinklippe, auch Feuersteinklippen[1] oder Feuersteine[2] genannt, ist eine Felsformation im Mittelgebirge Harz und ein Wahrzeichen der Ortschaft Schierke im sachsen-anhaltischen Landkreis Harz.

Geographische Lage und GeologieBearbeiten

Die Feuersteinklippe befindet sich im Nationalpark Harz östlich oberhalb von Schierke, einem Ortsteil von Wernigerode, auf der Südflanke des Erdbeerkopfs (847,7 m ü. NHN). Unterschiedlichen Angaben zufolge liegt sie auf rund 690 m[1] Höhe oder im Bereich der 710-m-Höhenlinie.[3] Etwas nördlich des Bahnhofs Schierke gelegen ist sie von Wald umgeben.

Die wuchtige Felsenformation ist, anders als der Name vermuten lässt, ein aus Granit bestehender Härtling. Sie weist ein für den Granit typisches orthogonales Kluftsystem und die charakteristische Wollsackverwitterung auf.

NameBearbeiten

Der Name Feuersteinklippe ist vergleichbar mit dem Namen der südöstlich gelegenen Schierker Wiesen (früher Schierker Feuersteinwiesen genannt),[1] die sich ebenfalls im Nationalpark Harz befinden. Oft wird die Namensherkunft "Feuer" von dort möglicherweise entfachten kultischen Feuern bzw. Signalfeuern abgeleitet, doch das ist mit großer Wahrscheinlichkeit nur eine Legende. Walther Grosse schreibt in seiner "Geschichte der Stadt und Grafschaft Wernigerode in ihren Forst, Flur- und Straßennamen" (Wernigerode 1929) zur Namensherkunft, dass der Granit dort sehr hart sei und mit dem Stahl Funken gebe. Trotzdem bleibt die Namensherkunft bisher unklar.

SonstigesBearbeiten

Eine an der Feuersteinklippe angebrachte Tafel erinnert an den Besuch Goethes und des Malers Georg Melchior Kraus, die hier am 4. September 1784[2] zu geologischen Studien weilten. Nach der Klippe ist der in Schierke begründete Kräuterlikör Schierker Feuerstein benannt,[1] auf dessen Flaschenetikett sie abgebildet ist.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Sabine Gorsemann, Christian Kaiser: Harz. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7701-7298-6, S. 151.

WeblinksBearbeiten

Commons: Feuersteinklippe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Informationstafel Feuersteinklippen (bei Felsformation) u. a. zur Höhenlage „690 m“, auf geo.de
  2. a b Informationstafel Hier bei den Feuersteinen… (an Felsformation) zum Klippenbesuch von Goethe und Kraus, auf harzlife.de
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)

Koordinaten: 51° 46′ N, 10° 41′ O