Fürstentum Montenegro

historischer Staat

Das Fürstentum Montenegro (serbisch Књажевина Црна Гора Knjaževina Crna Gora) bestand vom 13. März 1852 bis zum 28. August 1910. Als Hauptstadt wurde Cetinje gewählt. Von 1906 bis 1918 wurde der Montenegrinische Perper als Währung verwendet. Das Fürstentum umfasste das Kerngebiet des heutigen Montenegros. De jure war es eine Konstitutionelle Monarchie und de facto eine Absolutistische Monarchie. Das Fürstentum wurde von Danilo I. am 13. März 1852 gebildet, als Danilo heiratete und Montenegro zum weltlichen Fürstentum umgewandelt wurde. Nach der Ermordung Danilos am 13. August 1860 wurde sein Neffe Nikola zum Fürsten Montenegros ernannt. Nikola rief schließlich am 28. August 1910 das Königreich Montenegro aus und wurde zum König gekrönt.

Књажевина Црна Гора

Knjaževina Crna Gora
Fürstentum Montenegro
1852–1910
Flag of Montenegro (1852–1905).svg
Coat of arms of the Principality of Montenegro.svg
Flagge (1852–1905) Wappen
Amtssprache Serbisch
Hauptstadt Cetinje
Staats- und Regierungsform Fürstentum
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Fürst
Danilo (1852–1860)
Nikola (1860–1910)
Währung Perper (ab 1906)
Gründung 13. März 1852
(Verfassungsgebung)
Unabhängigkeit 13. Juli 1878
(vom Osmanischen Reich)
Auflösung 28. August 1910
(Umwandlung zum Königreich)
National­hymne Ubavoj nam Crnoj Gori (ab 1870)
VorgängerNachfolger
Fürstbistum MontenegroKönigreich Montenegro
Principality of Montenegro (1890).svg
MontenegroMapaTopográfico1889-2.svg

Schlacht von GrahovacBearbeiten

Nikolas älterer Bruder Mirko Petrović-Njegoš zog am 1. Mai 1858 gegen die Osmanen zu Felde und errang in der Schlacht von Grahovac einen entscheidenden Sieg. Beim Rückzug der Türken fiel den Montenegrinern eine große Menge an militärischer Ausrüstung in die Hände. Diese Kriegsbeute wurde auch in den Unabhängigkeitskriegen von 1862 und 1875–1878 verwendet.

Der Sieg über die Türken hatte zudem eine große diplomatische Bedeutung für Montenegro. Die europäischen Großmächte waren so gezwungen, die Grenzziehung zwischen dem Osmanischen Reich und Montenegro zu regeln. Montenegro bekam Grahovo, Rudine, Nikšićs Župa, mehr als die Hälfte von Drobnjaci, Tušina, Uskoci, Lipovo, Vasojevići und einen Teil von Kuči und Dodoši.

FürstBearbeiten

PremierministerBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Fürstentum Montenegro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien