Explosionsunglück in Hänigsen 1946

Bei der Explosionskatastrophe in Hänigsen am 18. Juni 1946 explodierten zwischen 10.000 und 12.000 Tonnen Munition, die im Bergwerk Riedel, einem Teil der Heeresmunitionsanstalt Hänigsen beim zur Gemeinde Uetze gehörenden Dorf Hänigsen in der heutigen Region Hannover, eingelagert waren. 86 Menschen kamen dabei ums Leben.

Gelände des Schachtes Riedel

Im Bergwerk Riedel wurden während des Zweiten Weltkriegs Munition und chemische Kampfstoffe (Blaukreuzkampfstoffe) gelagert. Sie befanden sich in mehreren Kammern in 500 bis 700 Meter Tiefe.

Bei Bergungs- und Delaborierungsarbeiten kam es am 18. Juni 1946 zu einer Reihe unterirdischer Explosionen.[1] 82 Männer starben unter Tage, einer stürzte vom Förderturm, drei erstickten bei Rettungsarbeiten an Gasen. Die Umgebung wurde kontaminiert.

Der Zustand und Verbleib der konventionellen und chemischen Kampfmittel ist nicht bekannt, da Teile der Anlage nicht mehr zugänglich sind.[2] Das Bergwerk wird derzeit planmäßig geflutet.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 18. Juni 1946: Explosion im Salzbergwerk Hänigsen, NDR1, 19. Juni 2005, abgerufen 5. Juli 2020. – Audio (2:33)
  2. Ralf E. Krupp: Gutachten zur Flutung des Kali- und Steinsalzbergwerkes Niedersachsen Riedel, S. 13

Koordinaten: 52° 30′ 26,4″ N, 10° 6′ 28,6″ O