Expedition in die Zukunft

Film von Peter Fonda (1973)

Expedition in die Zukunft (Originaltitel: Idaho Transfer) ist der Titel eines melodramatischen Science-Fiction-Films des US-amerikanischen Filmregisseurs und Schauspielers Peter Fonda. In dem dystopischen Film aus dem Jahr 1973 wird eine düstere Vision für die Zukunft der Menschheit auf ihrem Heimatplaneten thematisiert. Die Erstaufführung in Deutschland fand im Fernsehen am 9. Mai 1975 statt.

Filmdaten
Deutscher TitelExpedition in die Zukunft
OriginaltitelIdaho Transfer
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1973
Länge86 Minuten
Stab
RegiePeter Fonda
DrehbuchThomas Matthiesen
ProduktionWilliam Hayward
Anthony Mazzola
MusikBruce Langhorne
KameraWilliam Sweikart
SchnittChuck McClelland
Besetzung

HandlungBearbeiten

Idaho, 2044: Karen Braden wird von ihrem Vater zu einem Wissenschaftszentrum mitgenommen. Dort wurde bei Forschungen zum Teleportieren die Zeitreise entdeckt. Junge Wissenschaftler reisen in die Zukunft, um die Möglichkeiten zum Aufbau einer neuen Zivilisation einzuschätzen. Nur junge Menschen können Zeitreisen unternehmen, weil bei Personen, die älter als 20 Jahre alt sind, Organe geschädigt werden, etwa die Nieren.

Karen nimmt zusammen mit den jungen Wissenschaftlern an Selbstversuchen teil. Sie gelangt ins Jahr 2100. Dort sind nur wenige Menschen und andere Lebewesen anzutreffen. Die Landschaft ist geprägt von Ödnis und Leere. Etliche zivilisatorische Überbleibsel wie verstaubte und verrostete Transportmittel und leerstehende Häuser sind noch vorhanden. Die wenigen noch verbliebenen Menschen scheinen degeneriert und an ihrem eigenen Leben wenig interessiert zu sein. Die mit den Transfers verbundene Hoffnung, vor der drohenden Selbstvernichtung in eine sorgenfreie Zukunft zu fliehen, hat sich dadurch zerschlagen. Überdies stellt sich heraus, dass die Teilnehmer der Zeitreise nun unfruchtbar sind. Wegen dieser unerwünschten Nebenwirkung könnte die Menschheit nach dem Transfer in die Zukunft nicht weiter bestehen.

Am Ausgangsort hat die Regierung die Forschungseinrichtung übernommen und geschlossen, ohne über die Zeitreisen informiert zu sein. Zeitreisen sind nicht mehr möglich. Die Gruppe trennt sich in verschiedene Untergruppen. Karen möchte in die Vergangenheit zurückkehren. Bei der Rückkehr zur Station findet sie zwei Kollegen tot auf und wird von ihrer verwirrten Kollegin Leslie angegriffen. Sie kann sich vor ihr in die Vergangenheit retten, weil die Zeitmaschine wieder aktiviert wurde. Die Ausgangsbasis wird schwer bewacht.

Karen versucht zu einem Zeitpunkt zu gelangen, der es ihr ermöglicht, die Ereignisse ungeschehen zu machen, reist aber in eine fernere Zukunft, in der die Zustände noch entmutigender sind. Als allein übrig gebliebene Versuchsperson des Projekts läuft sie in der Schlussszene des Films auf einem Highway entlang und wird von einer Familie (ein Mann, eine Frau, ein Kind) in ihrem Auto mitgenommen. Karen wird allerdings nicht aus Mitgefühl mitgenommen, sondern um Energie aus ihr zu gewinnen.

RezeptionBearbeiten

Jay Cocks vom Time Magazine sieht in Expedition in die Zukunft einen Science-Fiction-Film, der vom gewohnten Schema abweicht und stattdessen mit einer „langsamen und ernsten Schönheit geschmückt“ ist.[1] Peter F. Gallasch sieht den Film als „konsequente Fortsetzung von Easy Rider mit anderen Mitteln“: Regisseur Fonda zeige, dass jede mögliche Zukunft immer ihre Gegenwart mit bleibenden Problemen sei. Aus Fondas Film spreche tiefe Resignation; die Bilder blieben im Gedächtnis.[2] Ähnlich resümiert das Lexikon des internationalen Films, das von einer „pessimistische(n), von Resignation geprägte(n) Zukunftsvision, die die Unvernunft der Menschen nicht anklagt, sondern registriert“[3] sprach.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. time.com: „Cinema: Terminal Station“ (englisch, 3. Dezember 1973, abgerufen am 1. August 2013)
  2. im Filmdienst, zitiert nach Ronald M. Hahn, Volker Jansen: Lexikon des Science Fiction Films. Band 1, A-L. München 1997, S. 269
  3. Expedition in die Zukunft. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet