Eugen Ulmer (Verleger)

deutscher Verleger und Buchhändler

Eugen Ulmer (* 30. Juli 1837 in Nürtingen; † 2. Januar 1917 in Stuttgart) war ein deutscher Verleger und Buchhändler. Er gründete den bis heute bestehenden Verlag Eugen Ulmer als Fachverlag für Land- und Forstwirtschaft, Obst-, Gemüse-, Garten- und Weinbau.

Lebensweg und Lebenswerk Bearbeiten

Eugen Ulmer, Sohn eines Apothekers, übernahm 1868 einen pomologischen Verlag, den er unter seinem Namen weiterführte, 1874 nach Stuttgart verlegte und zu einem bedeutenden Fachverlag ausbaute. Das Verlagsprogramm umfasste ausschließlich Bücher und Schriften aus den Gebieten der Land- und Forstwirtschaft, des Obst-, Gemüse-, Garten- und Weinbaus. Auch zahlreiche Zeitschriften erschienen in seinem Verlag, u. a. seit 1891 die Zeitschrift für Pflanzenkrankheiten, seit 1898 die Praktischen Blätter für Pflanzenbau und Pflanzenschutz, seit 1900 Fühling´s Landwirtschaftliche Zeitung und seit 1903 die Naturwissenschaftliche Zeitschrift für Forst- und Landwirtschaft.

Ein besonderes Anliegen von Eugen Ulmer war es, den Landwirten die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung in gemeinverständlichen Publikationen zugänglich zu machen. Beispielhaft hierfür war die über einhundert Bände umfassende Schriftenreihe Des Landmanns Winterabende. Belehrendes und Unterhaltendes aus allen Zweigen der Landwirtschaft. Für seine Verdienste als Verleger wurde Ulmer 1905 vom König von Württemberg mit der Großen Medaille für Kunst und Wissenschaft am Bande des Friedrichs-Ordens ausgezeichnet.

Siehe auch Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Eugen Ulmer sen. In: Deutsche Obstbauzeitung. Jahrgang 58, 1912, S. 418–420 (mit Bild).
  • Verlag Eugen Ulmer 1868–1968. Festschrift. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1968 (mit Bild).
  • Verlag Eugen Ulmer 1868–1993. Weiterführung der Firmengeschichte und der Gesamtbibliographie von 1968. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1993 (mit Bild).
  • Steffen Seischab: Äpfel und Birnen als Programm: Eugen Ulmer (1837–1917) und sein gleichnamiger Verlag. In: Steffen Seischab: Nürtinger Köpfe, Nürtingen: Senner 2018, S. 84–91.