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Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn

Pressnitztalbahn GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung Januar 2000
Sitz Jöhstadt
Leitung Kay Kreisel
Mitarbeiterzahl 179
Umsatz 24,3 Mio. EUR[Anmerkung 1]
Website www.pressnitztalbahn.com
Stand: 31. März 2013

Die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH (kurz: PRESS) ist ein im Freistaat Sachsen konzessioniertes öffentliches Eisenbahninfrastruktur- und -verkehrsunternehmen, das Bauzug-, Logistik- und Güterzugleistungen erbringt. Seit 2008 wird auch Schienenpersonennahverkehr durchgeführt.

Als öffentliches EIU betreibt das Unternehmen die Eisenbahnstrecken Putbus – Lauterbach Mole und Putbus – Göhren.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
253 014 beim Tag der Sachsen in Marienberg 2006
 
204 013 der PRESS in Plauen (V) ob Bf
 
363 027 in Niesky, 2013

Im Jahr 2000 nahm die Gesellschaft ihren Geschäftsbetrieb auf. Der Verein Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn war einer der Gründungsgesellschafter der PRESS mit der Zielstellung, für aktive Vereinsmitglieder, die ihr Hobby Eisenbahn zum Beruf machen wollten, eine berufliche Sicherheit zu schaffen. Die PRESS betreibt daher keine geschäftlichen Aktivitäten auf der Schmalspurbahn Wolkenstein–Jöhstadt. Die PRESS verfügt (Stand: Juni 2015) über 39 Diesellokomotiven unterschiedlicher Leistungsklassen (Baureihen 202, 203, 204, 246, 253, 285, 293, 312, 346, 362, 363), dreizehn eigene Elektrolokomotiven (Baureihen 110, 140, 142, 145, 155) sowie eine Reihe Personen- und Güterwagen verschiedener Bauarten. Außerdem verfügt die PRESS über Dampflokomotiven der Baureihe 01.5, Baureihe 44, Baureihe 86 und Baureihe 95. Zum Fahrzeugbestand gehörte auch die frühere SKGLB 22, die 2009 von Walter Seidensticker erworben und 2018 an den Club 760 verkauft wurde.[1]

Außerdem verfügt die PRESS über einen Straßenspezialtieflader mit eingebautem Gleis für 750 mm und 1000 mm Spur, mit dem Schmalspurfahrzeuge dieser Spurweiten ohne Kranverladung mittels einer transportablen Rampe verladen und transportiert werden können. Diese Dienstleistung wurde bisher bereits für zahlreiche Schmalspurbahnen in Deutschland erbracht.

Seit Dezember 2009 wird auch die an die Rügensche Bäderbahn anschließende Bahnstrecke Bergen auf Rügen–Lauterbach Mole mit einem Regio-Shuttle, Baureihe 650, von Stadler im Schienenpersonennahverkehr betrieben.

Rügensche BäderbahnBearbeiten

Das Land Mecklenburg-Vorpommern und der Landkreis Rügen vergaben 2007 die Verkehrsleistungen der schmalspurigen Rügenschen Kleinbahn auf der Insel Rügen für 20 Jahre an die PRESS. Dazu wurde von der PRESS das neue Geschäftsfeld Rügensche Bäderbahn (RüBB) gegründet.[2] Zum Jahresbeginn 2008 konnte zunächst nur ein Notbetrieb mit angemieteten, auf die Insel überführten Fahrzeugen durchgeführt werden, da die Fahrzeuge vom Vorbesitzer Rügensche Kleinbahn GmbH & Co. KG (RüKB) nicht rechtzeitig übergeben wurden. Mitte 2008 erfolgte schließlich die Übernahme der Fahrzeuge und der 46 Mitarbeiter.[3] Die Fahrzeuge wurden vom Landkreis Rügen zurückgekauft und werden an die PRESS vermietet.

EinzelnachweiseBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Berechnet aus der Aussage "Die Umsatzerlöse gingen zwar insgesamt um TEUR 801 bzw. 3,3% zurück..." im Jahresabschluss zum 31. März 2013

WeblinksBearbeiten