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Der Diver (engl.: Taucher) ist eine Jubelform im Fußball, bei dem der Spieler (zumeist der Torschütze) mit gestrecktem Körper bäuchlings über den (vorzugsweise nassen) Rasen rutscht. Als „Erfinder“ des Divers gilt der ehemalige Premier-League-Spieler Jürgen Klinsmann.

EntstehungsgeschichteBearbeiten

Als Jürgen Klinsmann 1994 zum Londoner Fußball-Club Tottenham Hotspur wechselte, war seine Art zu spielen in England nicht sehr beliebt. Die englische Öffentlichkeit kritisierte, dass Klinsmann in seiner Zeit bei Inter Mailand und beim AS Monaco zu oft leicht im Strafraum gefallen war und so einige Strafstöße für sein Team herausgeschunden hätte. So gaben ihm die Fans den abfälligen Spitznamen Diver (engl. für „Schwalbenkönig“, eigentl. „Taucher“).

Als Klinsmann diese Spielweise in England fortführte und ihm einige Schiedsrichter aufgrund seines schlechten Rufes einige berechtigte Elfmeter verwehrt hatten, kam ihm gemeinsam mit seinem Sturmkollegen Teddy Sheringham die Idee des Divers als Torjubel. Nach einem spektakulären Treffer gegen Aston Villa lief Klinsmann in Richtung der Fans und ließ sich mit ausgestreckten Gliedmaßen über den Rasen gleiten. Von diesem Moment an avancierte Klinsmann zum Publikumsliebling in Tottenham, da viele Fans die Tatsache schätzten, dass er sich den englischen Humor angeeignet hatte und sich selbst auf die Schippe nahm. Sein Erscheinen mit Tauchmaske bei einer Pressekonferenz trug ebenfalls ihren Teil dazu bei. Höhepunkt seiner neuen Popularität in England erreichte Klinsmann mit dem Titel Englands Fußballer des Jahres, den er 1995 erhielt. Dies hatte als einziger Deutscher vor ihm nur der Torhüter Bert Trautmann erreicht.

SonstigesBearbeiten

  • Wie unbeliebt es bei englischen Fußballfans heute noch ist, wenn Fußballer versuchen, einen Elfmeter herauszuschinden, zeigt die Tatsache, dass der ivorische Spieler Didier Drogba wochenlang Anfeindungen und Pfiffen (sogar seiner eigenen Fans) ausgesetzt war, nachdem er dies offensichtlich versucht hatte.
  • Eine Analogie zum „Diver“ existiert im Wintersport: Die schwedische alpine Skirennläuferin Anja Pärson bejubelt ihre Siege regelmäßig, indem sie im Zielraum bäuchlings über den Schnee rutscht.
  • Es gibt auch einen Dance-Titel namens "Jürgen Klinsmann (The Diver)", entstanden ungefähr Mitte der 90er, der auf Klinsmanns Jubelpose Bezug nimmt.