Diskussion:Wagniserziehung

Letzter Kommentar: vor 1 Jahr von Mischma2000 in Abschnitt Gesellschaft

Gesellschaft

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also der Absatz passte so nicht wirklich. Habe mal einen korrigierenden ersten Absatz geschrieben. Literatur zum Thema gibts auch von Wolfram Schleske, Ludwigsburg. Gruss, --Markus 20:02, 19. Jul. 2007 (CEST)Beantworten

Ich las diesen gesamten Artikel und ähnliche Wagnis-Artikel mit wachsendem Entsetzen: Ich lese vom "ethischen Wert der Gefahr", aber kein einziges Wort über den Wert der körperlichen Unversehrtheit oder des Lebens der Schüler: Dieser muss offenbar zurücktreten gegenüber der "Werthaltigkeit des Wagnisses", d.h. der Mutprobe. Ich frage mich entsetzt: Wo bleiben die Menschenrechte in der "Wagniserziehung"? Oder haben SchülerInnen keine Menschenrechte, die für jeden Angeklagten vor Gericht gelten, der nie und nimmer zu Mutproben verurteilt werden dürfte. Ich weiß nicht, in welchen abgehobenen und lebensfemden Spären der Autor/die Autoren dieses Artikels und anderer Abhandlungen zum Thema "Wagnis" schweben (schon allein dieser beschönigende Begriff ist zynisch), sie sind jedoch weit von der Wirklichkeit der tatsächlich durchgeführten Mutproben im Schulsportunterricht entfernt, an dem jeder Schüler teilnehmen MUSS. Ich komme als Nachhilfelehrer mit sehr vielen Schülern in Kontakt und erfahre aus erster Hand, was dort tägliche Praxis ist: Dort wird die Durchführung dieser Mutproben unter Bewertungsdruck erpresst, selbst dann, wenn bereits gesundheitliche Schädigungen aufgetreten sind - drei Schüler einer 10. Klasse eines ortsansässigen Gymnasiums haben einen "Wagnisparcour" mit Knochenbrüchen bezahlt. Die anderen wurden gnadenlos weiterhin durchgetrieben (die Sportlehrerin selbst hat übrigens den Parcour nicht durchschritten, was ein sehr bezeichnendes Licht auf diese Art Pädagogik wirf). Die Autoren stehen offenbar auf dem menschenverachtenden Standpunkt, das Leben des Einzelnen sei nichts Wert, man muss das große Ganze sehen, und beschreiben die Menschenrechte als "restriktive gesetzliche Auflagen", die die "Wagniserziehung beeinträchtigen" würden. Hier werden Schüler zu Ja-Sagern, zu Duckmäusern und zu Kadavergehorsam erzogen und keineswegs zu verantwortungsbewussten Bürgern mit Zivilcourage, was doch angeblich eines der hehren Ziele dieser merkwürdigen Pädagogik sein soll. Zivilcourage würden die Schüler genau dann zeigen, wenn sie diese unsinnigen Mutproben verweigern, auch wenn diese Befehlsverweigerung mit einer Sechs geahndet wird. Sehr beliebt sind auch ohne vorangehendes Training das erpresserische (Bewertungsdruck) Befehlen von Kopfsprüngen vom 3- und 5-Meter-Turm im Schwimm-"Unterricht" von Schülern, die noch nicht einmal den Sprung vom Beckenrand beherrschen: Aber sie sollen ja gerade völlig unvorbereitet springen, sonst wäre ja damit keine Gefahr für Gesundheit und Leben verbunden, in die die Schüler mit vollen Absicht gepresst werden - sie sollen sich ja verletzen und damit ihren Mut beweisen -, sonst wäre es ein "wenig werthaltiges Wagnis". Ich halte das nicht nur für eine strafbare Menschenrechtsverletzung, sonder für hochgradig seelisch grausam und sadistisch.
Ich frage mich weiterhin: Wissen die - nach Meinung der Autoren - unbedarften Eltern, was mit ihren Kindern im Schulsport passiert? Sie schicken ihren Nachwuchs morgens in dem offenbar naiven Glauben zur Schule, dort würden Gefahren für Leib und Leben nach besten Kräften von ihnen ferngehalten, was auch jeder halbwegs normale Mensch erwartert, und müssen dann Geschildertes erleben und sich den Zynismus gefallen lassen, dass genau diese menschenverachtenden Mutproben werthaltig, ethisch in Ordnung und wertschöpfend seien: Letzteres zumindest können wir unmittelbar in Euro und Cent an den Krankenhaus-, Anschlussheilbehandlungs- und bei Wirbelverletzungen gegebenenfalls entstehenden Pflegekosten angeben (bis zum Lebensende an den Rollstuhl gefesselt!). Aber wie sagen die Autoren: Für die Gesellschaft als Ganzes seien die Mutproben von unschätzbarem Wert, das Schicksal des Einzelnen darf dabei nicht zählen. - (Mutproben waren übrigens auch schon im 3. Reich üblich, sind also nichts Neues: "Hart wie Kruppstahl sollt ihr werden!"). - Ich wiederhole: Ich bin entsetzt über diesen Zynismus. Julius95 (01:30, 21. Mär. 2013 (CET), Datum/Uhrzeit nachträglich eingefügt, siehe Hilfe:Signatur)
Groteske zur Nachtstunde
Obiger Beitrag, zu schlaftrunkener Stunde entstanden, entfernt sich so weit von der Realität des heutigen Sportunterricht, dass er aus "Absurdistan" zu kommen scheint. Warum klickt der Verfasser nicht einfach mal unter Google das Stichwort "Wagniserziehung" an, um sich in der heutigen Schulwirklichkeit (nicht der des 3. Reiches!) zu orientieren. Er findet dort zahlreiche Praxisberichte, z.B. von Fachleuten und Studierenden der Uni Wuppertal oder der Uni Düsseldorf. Noch besser wäre es, einfach mal eines der Fachbücher in die Hand zu nehmen, welche die Schulwirklichkeit wissenschaftlich aufgearbeitet und analysiert haben, etwa die Publikationen von Peter Neumann, Siegbert Warwitz oder Martin Scholz. Auch das Stichwort "Mutprobe" in der WP könnte ein paar Anregungen zur Reflexion bieten. Jeder Unfall im Sportunterricht muss detailliert dokumentiert werden. "Pflichtmutproben" widersprechen sowohl ihrem pädagogischen Sinn als auch dem Gesetz, dem jeder Sportlehrer verpflichtet ist. Die Unterstellungen sind abstrus und total überzogen. Guter Mann, komm wieder auf den Boden der Wirklichkeit und lass die Kirche im Dorf.--87.179.31.27 14:42, 21. Mär. 2013 (CET)Beantworten
Menschrechtsverletzungen, Mutproben und Wagniserziehung
Es ist immer einfach, unliebsame Kritik menschlich herabzuwürdigen. Ich bin ein Nachtmensch, der erst spätabends zur Hochform aufläuft und sich keineswegs weder schlaf- noch sonstwie trunken spinnerte Berichte aus den Fingern saugt. Im Übrigen: Ich wäre froh und beruhigt, wenn meine Schilderungen aus "Absurdistan" stammen würden.-
Ich habe sämtliche Wiki-Artikel mit den Stichworten "Wagnis" und "Mutproben Sportunterricht" gesichtet und mit wachsendem Entsetzen das benutzte lebensfremde und beschönigende Vokabular an der Realität gemessen, die mir von meinen NH-Schülern (und deren Eltern) glaubhaft geliefert und von anderen Schülern aus Parallelklassen bestätigt wird, die nicht direkt von den Mutproben-"Pädagogen" betroffen sind. Das Erpressen der Mutproben unter Bewertungsdruck ist leider Realität und erfolgt nicht nur an einigen hiesigen Gymnasien (mir sind bisher 2 von insgesamt 8 bekannt), sondern auch an einer Realschule (wenngleich hier lediglich Fünfen statt Sechsen für Gehorsamsverweigerung als Bestrafung verteilt werden).
Der Bewertungsdruck für gefahrhaltige Übungen wurde zwar ausdrücklich im Lehrplan SekII für den Sportunterricht in NRW untersagt. Die mir vorliegende Fassung trat aber schon 2001 in Kraft, daher weiß ich nicht, ob der entsprechende Passus zwischenzeitlich nicht ersatzlos gestrichen wurde im Rahmen der verpflichtenden Einführung der Wagnispädagogik, d.h. im Klartext: von Mutproben, im Sportunterricht. Da mit hoher Sicherheit sich einerseits kaum ein Schüler freiwillig in hochgefährliche Situationen begibt, wie die Wagnispädagogen es offenbar (in völliger Realitätsferne) erwarten (Mutproben sind stets mit Gefahr für Leib und Leben verbunden, sonst würden sie ihrem Namen nicht gerecht), Mutproben aber andererseits verpflichtend von den Schülern erbracht werden müssen, bleibt neben der wenig Erfolg versprechenden Überredungskunst der Lehrer nur die Bewertung als einziges Druckmittel, was auch hemmungslos erfolgt; aber immerhin ist die Zahl verantwortungsbewusster Pädagogen, die diesen Irrsinn ablehnen, immer noch erfreulich groß. Die Schüler jedoch, die in die Hände dieser "Wagnispädagogen" geraten, bedauere ich aus ganzem Herzen, wünsche ihnen aber Mut und Zivilcourage zur Ablehnung.-
Wir könnten hier sicher ewig weiterdiskutieren, auch wenn ich in Ihren Augen beschränkt und minderbemittelt bin. Ich wüsste sehr gern zwei Dinge, die ich nicht sicher in Erfahrung bringen kann: 1.) Ist das Erbringen von Mutproben (oder Wagnissen, wenn Ihnen dieser Terminus lieber ist) für Schüler verpflichtend im Lehrplan Sport für NRW enthalten? 2.) Wenn ja: wie werden die entsprechenden Verletzungen (ich halte die Bezeichnung "Unfall" für äußerst unpassend) gemeldet und bewertet? Es handelt sich dabei ja nicht um gewöhnliche Sportunfälle, sondern um fast absichtlich herbeigeführte, wobei es Zufall ist, wenn nichts passiert. Worauf ich hinaus will: Gibt es einen eigenen Fachterminus "Wagnisunfall" o.Ä.(, der im Bericht nur angekreuzt zu werden braucht und der entsprechende Lehrer ist aus der Verantwortung entlassen)? --Julius95 (Diskussion) 23:14, 21. Mär. 2013 (CET)Beantworten
*Hallo Julius95, Du wirfst mit harten Vokabeln um dich wie „Menschenrechtsverletzungen“, „Menschenverachtendes Verhalten“, „Bewusste Schädigung“ von Kindern durch Sportlehrer, „Zynisches Verhalten“ etc.
Wenn du deine schwerwiegenden Anschuldigungen gegen Sportlehrer tatsächlich belegen und „Roß und Reiter“ namentlich benennen könntest (was du mit Sicherheit nicht kannst!), hättest du mit deinen gravierenden Anwürfen bei einem Minimum an Verantwortung sicher schon Strafanzeige gestellt bzw. stellen müssen. So gehen deine Vorwürfe total ins Blaue. Es sind Diffamierungen eines Berufsstandes. Ich „wage“ zu behaupten: Du bist seitens deiner Informanten einem Horrormärchen (einem Aprilscherz oder Reminiszenzen aus der NS-Zeit) aufgesessen. Weiters: Wenn deine Informationen denn stimmten (was ich bezweifle) und solche Vorfälle in deiner Stadt auch noch in dieser Häufung auftraten, hätte das längst die Presse aufgegriffen, wären längst Strafanzeigen und Gerichtsverfahren erfolgt,- was ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Es ist ungut und verwerflich, Sportlehrer in dieser Weise pauschal zu diffamieren, ohne konkret zu werden und ggf. etwas gegen das vermeintliche Fehlverhalten (und das wäre es ja) zu tun. Mein Vorschlag: Geh an die richtige Stelle, das Gericht, aber setz bitte keine falschen unbewiesenen Gerüchte in die Welt und pass auf, dass du (bei der erforderlichen Namensnennung) nicht selbst wegen Verleumdung verklagt wirst. Die ID hat dir schon richtig geantwortet: Zwangsweise Mutproben gibt es in keinem Lehrplan. Ich kenne auch keinen Sportunterricht, bei dem es -wie du meinst- um „Leben oder Tod“ geht. Aber: Mut zu entwickeln und in sinnvollen Situationen zu praktizieren, ist in der Pädagogik ein wertvolles Ziel und für Christen zählt Mut zu den sog. „Kardinaltugenden“. Denk noch einmal in Ruhe und mit verbaler Mäßigung darüber nach. Gruß --Aeranthropos (Diskussion) 13:16, 23. Mär. 2013 (CET)Beantworten
Kinners. Ihr könnt nicht jeder Antwort aufs selbe Thema eine eigene Überschrift geben. Ich hab mal aufgeräumt. Auch wenn es zehn Jahre her ist. Mischma2000 (Diskussion) 03:38, 22. Feb. 2023 (CET)Beantworten
Zur Sache selbst: so weit daneben liegt Julius mit seinem zugegebener Maßen etwas zu wortreichen Beitrag nicht. Es geht bis heute beim Schulsport mitunter zu wie auf dem Kasernenhof. Und ja, die Presse berichtet da durchaus darüber, hier exemplarisch ein recht aktueller Artikel von Krautreporter https://krautreporter.de/4306-warum-ist-schulsport-so-demutigend
Allerdings ist Erlebnispädagogik als moderne Form der Wagnispädagogik explizit das Gegenteil vom Drill-Unterricht inkl. erzwungener Mutproben, daher wäre diese Kritik in gerade diesem Artikel an der falschen Stelle. Das heißt nicht, dass die Vorwürfe komplett aus der Luft gegriffen sind.
Zu einer Bemerkung von Aeranthropos will ich noch entgegnen, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung nicht aus Christen besteht. Müßig zu sagen, dass die nicht das Maß der Dinge sind (und eh nur bei Platon geklaut haben). Mischma2000 (Diskussion) 04:17, 22. Feb. 2023 (CET)Beantworten

Neutralität des Abschnitts "Folgen der Vernachlässigung"

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Dieser Abschnitt scheint mir trotz angegebener Quellen doch reichlich einseitig und wertend zu sein.

Menschen mit geringer Wagnisbereitschaft als "Duckmäuser" zu bezeichnen, finde ich nahezu unverschämt. Bei Höhenangst und Wasserscheu handelt es sich zudem nicht selten um Phobien, die sich auch durch Wagniserziehung nicht so einfach beseitigen lassen (bzw. man macht es dadurch wahrscheinlich noch schlimmer). --217.7.141.42 11:33, 27. Okt. 2017 (CEST)Beantworten

Keine Ahnung, woher deine Überzeugungen stammen, aber sie sind falsch. Phobien sind sehr schnell und effektiv therapierbar, zB. Höhenangst ist man in ca drei, vier Stunden los. Das Geheimnis ist hier die geführte Konfrontation mit dem Angstauslöser. Konfrontationstherapie genannt oder weniger pathologisierend: Wagniserziehung. Mischma2000 (Diskussion) 03:38, 22. Feb. 2023 (CET)Beantworten
Eine Neutralitätsverletzung ist in dem Absatz nicht erkennbar. Es werden nur belegte Fakten dargestellt. Eine bloß (wertende) Meinung dazu sollte wissenschaftliche Substanz haben. Ich entferne jedoch den vielleicht berechtigt kritisierten Klammerbegriff.--Aeranthropos (Diskussion) 14:41, 27. Okt. 2017 (CEST)Beantworten

Warwitz/Ziegenspeck?

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Warum wird hier eigentlich so exzessiv Warwitz zitiert und nicht auch zB Jörg W. Ziegenspeck? Das erscheint mir ziemlich einseitig. Grüße --h-stt !? 16:50, 30. Okt. 2017 (CET)Beantworten

Was hindert dich, ihn passend einzufügen? Gruß ---Aeranthropos (Diskussion) 17:43, 30. Okt. 2017 (CET)Beantworten