Diskussion:Metakommunikation

Letzter Kommentar: vor 12 Jahren von 89.204.153.128 in Abschnitt Metakommunikation
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Metakommunikation

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=> Ungenaue Beobachtungen führen leider in einer Vielzahl von Fällen zu Fehleinschätzungen einer Situation. Die Erkenntnisse aus dem Beispiel, in Bezug auf die Eigenoffenbarung, können in fataler Weise zu Fehlhandlungen führen.

Zitat: "Die Eigenoffenbarung. Sie zeigt die Person des Senders näher und gibt freiwillig oder unfreiwillig Informationen über den Sender preis. Über die Frau erfahren wir in unserem Beispiel, dass sie die Verkehrsregeln kennt, aufmerksam ist und deutsch spricht. "

Zwischen der Aussgage - die Verkehrsregeln oder die Bedeutung einer grünen Ampel im Strassenverkehr zu kennen - liegt eine Welt von Interpretationen.


Der hier genannte Beispielsatz und dessen Interpretation ist falsch und trägt mehr zur Irritation als zur Aufklärung bei.

Er sollte gelöscht und durch ein sinngefälligeres Beispiel ersetzt werden!

" Jede Botschaft besteht laut dem Sprachforscher Friedemann Schulz von Thun aus vier Teilen, die sich an folgendem Beispiel erläutern lassen:

„Ein Mann fährt Auto und seine Frau meint als Beifahrerin, dass die Ampel grün sei.“

1. Die Sach-Aussage: Sie ist der konkrete Fakt; in diesem Fall, dass die Ampel grün ist. | Sie sagt lediglich das die Ampel grün sei. Durch die Verwendung von "meint" und "sei" wird explizit die Möglichkeit impliziert das es so sein kann und nicht das es so ist, bzw. war.|

2. Die Eigenoffenbarung: Sie zeigt die Person des Senders näher und gibt freiwillig oder unfreiwillig Informationen über den Sender preis. Über die Frau erfahren wir in unserem Beispiel, dass sie die Verkehrsregeln kennt, aufmerksam ist und Deutsch spricht. | Diese Aussage sagt lediglich das die Frau meint (und nicht weis) das die Ampel grün sei (das hört sich mehr nach Mutmaßung an als das es ein Fakt sein soll. Sonst hätte der Erzähler die Ist-Form gewählt ? ) Frau X aus Kammeruuhn weis nix von Verkehrsregeln und erkennt die Farbe grün und gibt dies als Frage in den Raum um sich zu vergewissern ob Sie das richtige Wort (grün) verwendet hat, bzw. wiederholt nur das Sie vorher gelernt hat. Das man diese Farbe in Deutschland grün nennt die Sie diese zufällig an der Fußgängerampel beim Vorüberfahren gesehen hat.|

3. Die Beziehungsseite: Sie gibt das Verhältnis zwischen Sender und Empfänger an. Das heißt hier, dass die Frau für den Mann eine Helferin zu sein scheint und dass sich beide gut kennen. | Mutmaßung und Interpretation! Diese Aussage gibt nichts dergleichen her !|

4. Der Appell: Er fordert den Empfänger auf, hier zu beschleunigen. Wird der Appell Anlass dafür, die anderen drei Bereiche zu bestimmen und zu funktionalisieren, spricht man von Manipulation.

| Mutmaßung und Interpretation! Diese Aussage gibt nichts dergleichen her !| Der hier genannte Beispielsatz und dessen Interpretation ist falsch und trägt mehr zur Irritation als zur Aufklärung bei. Er sollte gelöscht und durch ein sinngefälligeres Beispiel ersetzt werden!

Holla holla! Mein Beziehungsebenen-Ohr klingelt aber ganz deutlich, wenn ich diesen Kommentar lese. Ich fürchte, über jedes Beispiel kann man sich streiten (oder das auch bleiben lassen). Mein Vorschlag wäre daher (denn darum geht es in dem Konzept ja unter anderem auch), die Vielfältigkeit und Uneindeutigkeit von Kommunikation darzustellen. Hierzu würde mir eine Tabelle einfallen, die zu jeder der vier Ebenen unterschiedliche mögliche Bedeutungen darlegt. Zum Teil wird das vermutlich etwas konstruiert wirken (z. B. Sachebene - (a) Bei der Ampel leuchtet das untere Licht. (b) Das, was hier im Auto den grünen Schein verursacht, ist das Licht der Ampel. (c) Kurz vor uns ist eine Ampel. (d) Wir befinden uns auf bzw. vor einer Kreuzung etc.) Und das für jede der vier Ebenen, woraus hervorgeht, dass die vier Ebenen manchmal zusammenpassen und manchmal auch nicht. Im Übrigen möchte ich dem Vorredner widersprechen: "Sachebene" bedeutet nicht, dass etwas frei von Interpretation, objektiv und wahr der "Realität" entnommen wird, sondern dass - vermutlich zumeist nach vielen Interpretationsschritten und unter Einsatz zahlloser sprachlicher Konventionen - eine Aussage über eine Sache getroffen wird resp. der Versuch hierzu unternommen wird. Von daher erscheint mir das Beispiel durchaus gelungen. (Hierzu auch: Beziehungsebene kann Richtung "Helferin" gehen, aber auch Richtung "Anweiserin" oder "Nöseltante" oder "schutzlos ausgelieferte Person" etc.). Ob ein Beispielsatz jemals "falsch" sein kann, wage ich zu bezweifeln. Gerade wenn Kommunikation als Gegenstand untersucht werden soll - fällt es schwer, "falsche" Sätze zu finden... Oder? -- 89.204.153.128 20:56, 15. Jul. 2011 (CEST)Beantworten

Definition

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Metakommunikation ist gemäß dem Gestaltpsychologen Wolfgang Metzger Kommunikation über Kommunikation.

Diese Def. ist missverständlich. Sie ist so zu verstehen: "Metakommunikation ist eine Kommunikation über den Gebrauch von Zeichen" - kann aber auch FALSCH so verstanden werden: "Metakommunikation sei Sprechen über das Gesprochene", das ist aber keine Metakommunikation. --Siraijn 18:16, 9. Nov. 2007 (CET)Beantworten

Hallo, ist mit "Gebrauch von Zeichen" gemeint, dass man also nur über analoge, und nicht über digitale Kommunikation redet? In meinem Deutschbuch steht als Definition für Metakommunikation: "[...] über die Art, miteinander zu reden, reden. " Ich hatte dies immer als "Sprechen über das Gesprochene" interpretiert, würde mich über eine genauere Erklärung freuen. mfg

Abgrenzung

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Die Hinwendung zur Metakommunikation ist, wenn sie nicht als solche gestartet ist, immer auch ein Verlassen der Sachdiskussion ("Du, ich glaub wir müssen erstmal über uns reden ..."), und der Wechsel der Kommunikation ein gern genommenes rhethorisches Stilmittel zum Abwürgen von inhaltlichen Auseinandersetzungen. Das muß gelegentlich mal in den Artikel rein. --Martin (mhonline) 19:04, 2. Apr. 2011 (CEST)