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Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu

Die Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu – vollständiger Name: Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu vom Dritten Orden des heiligen Franziskus - Oberzeller Franziskanerinnen – sind ein römisch-katholischer Frauenorden mit Mutterhaus in Oberzell.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Am Pfingstfest 1855 gründete die Würzburgerin Antonia Werr (1813–1868) die Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu.[1] Ihre Absicht war die leibliche und geistige Betreuung verwahrloster Frauen und Mädchen. 1863 schloss sich die Gemeinschaft dem Regulierten Dritten Orden des Heiligen Franziskus an.[2] Die Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu erhielt 1888 die kirchliche Anerkennung. 1901 bezog die Gemeinschaft das Prämonstratenserkloster Oberzell. 1908 erhielten die Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu die staatliche und 1936 die päpstliche Anerkennung. Die Oberzeller Schwestern betreuten auch das 1911 vom Katholischen Fürsorgeverein gegründete Fürsorgeheim für Mädchen, Frauen und Kinder St. Josef in der Frankfurter Straße 24, das damals über eine Obdachlosenstation für erziehungsbedürftigte weibliche Jugendliche verfügte[3] und heute noch als Therapeutisches Heim Sankt Joseph[4] besteht.

1929 gingen die ersten Schwestern nach Amerika. 1951 wurden Schwestern nach Südafrika gesandt, sie gründeten dort die Region der heiligen Clara.[5] 1962 hatte die Gemeinschaft 1175 Mitglieder.[6] 2007 bestanden neben dem Hauptsitz in der Abtei Oberzell 28 Niederlassungen in Deutschland, zwei in Südafrika und zwei in den USA.[7]

Einrichtungen und KonventeBearbeiten

Einrichtungen in Deutschland:[8]

  • Es bestehen 23 Konvente in Deutschland, hauptsächlich in Zell und Würzburg.

Einrichtungen in Amerika und Südafrika:

  • Trenton, New Jersey, Regionalhaus[9]
  • In Südafrika besteht ein Kinderheim und ein Nähzentrum[10]

LiteraturBearbeiten

  • Johannes Schuck: Kloster Oberzell. Gründung und Entwicklung der Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu als Beitrag zur Geschichte der Caritas. Echter-Verlag, Würzburg 1932.
  • Helmut Flachenecker und Wolfgang Weiß (Hrsg.): Oberzell – Vom Prämonstratenserstift (bis 1803) zum Mutterhaus der Kongregation der heiligen Kindheit Jesu. Ferdinand Schöningh, Würzburg 2006.
  • Sybille Grübel: „Eine rechte Jesuitin“ – Antonia Werr und die Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 450–452 und 1303 f.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberzeller Franziskanerinnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Josef Rußwurm: Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu. In: Michael Prem (Hrsg.): Trachtet nach der Liebe - 40 Jahre Caritasverband für die Diözese Regensburg 1922–1962. Buchdruckerei Max Haas, Regensburg 1962, S. 287
  2. Archivlink (Memento des Originals vom 28. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberzell.de
  3. Klaus Wittstadt: Kirche und Staat im 20. Jahrhundert. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 453–478 und 1304 f., hier: S. 455–458: Die kirchliche Entwicklung unter Bischof Ferdinand Schlör (1898–1924). S. 456.
  4. Website des Heims.
  5. Josef Rußwurm: Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu. In: Michael Prem (Hrsg.): Trachtet nach der Liebe - 40 Jahre Caritasverband für die Diözese Regensburg 1922–1962. Buchdruckerei Max Haas, Regensburg 1962, S. 287
  6. Josef Rußwurm: Dienerinnen der hl. Kindheit Jesu. In: Michael Prem (Hrsg.): Trachtet nach der Liebe - 40 Jahre Caritasverband für die Diözese Regensburg 1922–1962. Buchdruckerei Max Haas, Regensburg 1962, S. 288
  7. Sybille Grübel: „Eine rechte Jesuitin“ – Antonia Werr und die Kongregation der Dienerinnen der heiligen Kindheit Jesu. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 452.
  8. Archivlink (Memento des Originals vom 28. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberzell.de
  9. Archivlink (Memento des Originals vom 28. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberzell.de
  10. Archivlink (Memento des Originals vom 28. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oberzell.de