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Die Story im Ersten

Reportage-Reihe des Westdeutschen Rundfunks für Das Erste

Die Story im Ersten ist eine Reportage-Reihe des Westdeutschen Rundfunks für Das Erste.

Im Jahr 2000 gründete Gert Monheim und Heribert Blondiau die Sendereihe als die story, die politische Dokumentationen aus dem In- und Ausland für das WDR-Fernsehen und die ARD realisiert.[1] Diese Sendereihe will in konkret erzählten Geschichten beispielhaft relevante gesellschaftliche Entwicklungen deutlich machen.

Die jeweils ca. 45 Minuten dauernde Reportagen werden unregelmäßig Montags bei Das Erste ausgestrahlt. Bisher sind über 180 Sendungen erschienen.

KritikBearbeiten

Die am 19. Oktober 2009 ausgetrahlte Dokumentation Heilung unerwünscht – Wie Pharmakonzerne ein Medikament verhindern von Klaus Martens um eine angeblich von der Pharmaindustrie jahrzehntelang verhinderte Salbe gegen Neurodermitis stieß zunächst auf positives, dann jedoch auch auf ein sehr kritisches Medienecho. Einige Medien, unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung FAZ und die Süddeutsche Zeitung, unterstellten, Martens betreibe eine PR-Kampagne. Nach Ausstrahlung des Films wurde bekannt, dass der Patentbesitzer in der Schweizer Firma Mavena Health Care AG einen Vertriebspartner gefunden hatte, der die Creme auf den Markt bringen wolle. Dies wurde von Martens und der Firma Mavena zunächst als Zufall oder als Reaktion auf den Film dargestellt. Da es jedoch unmöglich ist, ein Medikament in so kurzer Zeit auf den Markt zu bringen, wurde unterstellt, dass – wie sich wenig später auch herausstellte – das Geschäft mit Mavena bereits vorher eingefädelt und zeitlich auf das Erscheinen des Films abgestimmt wurde. Zudem erschien zeitnah zum Film auch ein ebenfalls von Martens geschriebenes Buch zum Film, das ebenfalls Heilung unerwünscht hieß.

Zudem wurde kritisiert, die durchgeführten Studien seien zu klein und methodisch unzureichend gewesen, um, wie im Film behauptet, die Wirksamkeit bei Neurodermitis und Psoriasis zweifelsfrei zu belegen. Auch der Titel "Heilung Unerwünscht" wurde als manipulativ und irreführend kritisiert, da er eine heilende Wirkung bei Neurodermitis unterstellt, die auch im Film mehrfach behauptet oder suggeriert wird. Tatsächlich ist Neurodermitis jedoch nicht heilbar.

Die Auseinandersetzung um den Film führte zu einem arbeitsrechtlichen Verfahren zwischen Martens und dem WDR, das Martens durch zwei Instanzen gewann.

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten