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Die-in

Protestaktion, bei der sich Personen wie Tot auf den Boden legen
Die-in durch Personen mit gelben Radioaktivitätssymbolen aus Protest gegen Kernenergie
Die-in in England aus Protest gegen Krieg

Die-in (dt. ungefähr gemeinsames Sterben) ist eine Aktionsform des gewaltlosen Widerstands. Dabei legen sich Demonstranten in der Öffentlichkeit auf ein Signal hin plötzlich wie tot zu Boden, um auf einen bestimmten politischen Sachverhalt hinzuweisen, den sie für lebensbedrohend oder unmenschlich halten. Analog zum Sit-in hat sie ihren Ursprung in der Studentenbewegung von 1968. Im Zuge der Proteste gegen die Neutronenbombe und den Nato-Doppelbeschluss führte Petra Kelly diese Aktionsform um 1980 auch in Westdeutschland ein. Dabei symbolisierte die Aktion vor allem die angebliche Wirkung der Neutronenbombe, alle Menschen und Tiere zu töten, die Häuser und Waffen aber unbeschädigt zu lassen.[1] Heutzutage werden die Aktionen aus verschiedensten politischen Beweggründen oder Anlässen durchgeführt.[2][3][4][5][6]

Nach den Kriterien des Flash- und des Smart Mobs ist Die-in eine spezielle Form des Flash- oder Smart Mobs; diese Begriffe sind aber erst später entstanden. In einem der Berichte aus 2009 wird neben dem Begriff „Stör-Fall-Mob“ auch „Flashmob“ verwendet.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wer-weiss-was.de 2001
  2. „Die-in“-Aktion gegen Faschismus indymedia.org vom 13. September 2009, abgerufen am 17. November 2010
  3. DIE-IN Aktion gegen den Afghanistankrieg linksjugend Freiburg vom 13. September 2009@1@2Vorlage:Toter Link/www.wp1064881.wp099.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 17. November 2010
  4. a b Adventsaktion 2009: Bundesweite Stör-Fall-Mobs ausgestrahlt.de, abgerufen am 17. November 2010
  5. „DIE-IN“ vom 10. Oktober 2009 amnesty.ch „anlässlich des internationalen Tages gegen die Todesstrafe“, abgerufen am 17. November 2010
  6. Ärzte ohne Grenzen: Mehr Geld für Tuberkuloseforschung socialtimes.de vom 16. Oktober 2008@1@2Vorlage:Toter Link/www.socialtimes.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 17. November 2010