Diamantenfieber (Roman)

Buch von Ian Fleming
Diamantenfieber
Originaltitel Diamonds Are Forever
Deutsche(r) Titel Diamantenfieber
Autor Ian Fleming
Übersetzung ins Deutsche Günter Eichel (1960), Stephanie Pannen und Anika Klüver (2012)
Vorheriger Roman Moonraker
Nachfolgender Roman Liebesgrüße aus Moskau

Diamantenfieber ist ein Roman von Ian Fleming und das vierte Buch der James-Bond-Serie. Der Roman erschien am 26. März 1956 unter dem Titel Diamonds are Forever in England. In Deutschland erschien er 1960 im Ullstein Verlag.


HandlungBearbeiten

Der Roman beginnt in der afrikanischen Savanne, im Dreiländereck von Sierra Leone, Liberia und Französisch-Guinea. Der Leser wird Zeuge eines Diamantenhandels, der ersten Station einer Pipeline im größten Schmuggelnetzwerk der Welt. Der Ort wechselt nach London. In Ms Büro erhält James Bond den Auftrag, diesen internationalen Diamantenschmuggler-Ring auszuheben. Man vermutet, dass die Pipeline von Afrika nach London verläuft und von dort aus in die USA.

Um mit den Tätern in Kontakt zu treten, schlüpft er selbst in die Rolle des Schmugglers Peter Franks und bringt, begleitet von der schönen Tiffany Case, wertvolle Edelsteine von England nach New York. Dort stellt er bald fest, dass er es mit mächtigen Gegnern zu tun hat: Der „Spangled Mob“, geführt von den skrupellosen Zwillingsbrüdern Jack und Seraffimo Spang, „verdient“ sein Geld nicht nur mit dem Schmuggel von Diamanten, sondern auch mit Glücksspiel, Wettbetrug, Rauschgifthandel und Prostitution.

Die nächste Station der Pipeline ist New York City. Hier trifft sich Bond mit Shady Tree, einem älteren Gangster, der ihn für den Schmuggel auszahlt, indem er ihn anweist, eine bestimmte Pferdewette zu tätigen. Er begegnet auch Felix Leiter wieder, noch sichtlich gezeichnet von den Ereignissen aus Leben und sterben lassen. Auch er ist wegen des illegalen Glücksspiels zufällig auf der Spur des Spangeld-Mobs.

Bond verfolgt die Pipeline weiter nach Saratoga. Dort kann er mit Leiter einen Jockey bestechen und so das Rennen manipulieren. Da seine Bezahlung dadurch nicht zustande kommt, wird er von Shady Tree angewiesen, nach Las Vegas zu gehen, um dort am Spieltisch seinen Lohn zu erhalten. Kurz vor seiner Abreise wird er jedoch noch Zeuge, wie zwei sadistische Agenten der Gangsterbande, das schwule Pärchen Wint und Kidd, dem Jockey das Gesicht mit heißem Schlamm verbrennen. Bond bekommt erstmals Respekt vor den Gangstern und ihren einschüchternden Praktiken.

In Vegas trifft Bond erneut auf Tiffany Case, die ihn beim manipulierten Spiel am Blackjack-Tisch seinen Gewinn für den Schmuggel einfahren lässt. Er will die Spangs aber aus der Reserve locken und kann infolge einer Glückssträhne beim Roulette seinen Lohn vervierfachen. Sein Plan geht auf, allerdings kommt es mit Ernie Cureo, einem Taxifahrer und Freund von Leiter, zu einer Verfolgungsjagd mit den Gangstern, in deren Folge er gefangengenommen wird.

Er wird nach Spectreville gebracht, einer Geisterstadt und letzter Station der Pipeline, die die Spangs wie eine Stadt im Wilden Westen aufgebaut haben. Dort wird er von Spang, Wint und Kidd gefoltert und verliert das Bewusstsein. Als er wieder zu sich kommt, wird er von Tiffany Case gerettet. Während beide auf einer Draisine entkommen wollen, werden sie von Spang in seinem Wild-West-Zug verfolgt. Bond kann den Zug zum Entgleisen bringen und dabei Seraffimo Spang töten.

Da der Mob nun ein Kopfgeld auf Bond und Tiffany ausgesetzt hat, sollen sie die Staaten schnell verlassen und zurück nach England gebracht werden. Auf der Überfahrt mit der Queen Elizabeth werden sie wiederum von Wint und Kidd überrascht. Doch Bond kann beide kaltblütig erschießen.

Der Roman endet am selben Ort, wo er begonnen hatte. Bond beobachtet bei einer Diamantenübergabe, wie Jack Spang den ersten Schmuggler der Pipeline erschießt und diese persönlich „schließen“ will. Als sich Bond zu erkennen gibt, versucht Spang mit einem Helikopter zu fliehen, doch Bond kann auch ihn zur Strecke bringen.

AusgabenBearbeiten

VerfilmungBearbeiten

Das Buch wurde 1971 unter dem Titel Diamonds are forever (deutscher Titel: Diamantenfieber) mit Sean Connery in der Hauptrolle verfilmt. Es war Connerys letzter Auftritt in einem offiziellen James-Bond-Film. Die Handlung wurde stark verändert. Zwar wurden einige Figuren aus der Vorlage übernommen, wie Tiffany Case, Wint und Kidd, allerdings wurden der Spangled Mob durch Bonds Erzfeind Ernst Stavro Blofeld ersetzt. Auch der Zweck des Diamantenschmuggels geht im Film über den reinen wirtschaftlichen Schaden hinaus, indem sie für einen Laser-Satelliten verwendet werden, um die Nuklearmächte einzuschüchtern.