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Der Deutsche Arzneimittel-Codex (DAC) ist ein durch die Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände (ABDA) herausgegebenes Ergänzungsbuch zum Arzneibuch in Deutschland. Der DAC erscheint seit 1984 (seit 2012 halbjährlich aktualisiert)[1] gemeinsam mit dem Neuen Rezeptur-Formularium (NRF).[2] Er ist ein praxisnaher Band, in dem die Arzneistoffe respektive Ausgangsstoffe für die Arzneimittelherstellung monographiert sind, die im Europäischen Arzneibuch (Ph.Eur.), Deutschen Arzneibuch (DAB) und Homöopathischen Arzneibuch (HAB) keine Erwähnung finden. Um die bestehende Lücke zu schließen, hat die ABDA 1967 die Herausgabe einer Ergänzung zum Arzneibuch beschlossen.[3] Die erste Auflage erschien im Jahr 1972. Inhaltlich wird der DAC durch eine achtzehnköpfige Wissenschaftlerkommission[4] aus dem Bereich der Pharmazie zusammen mit einem eigenen Prüflaboratorium in Eschborn erarbeitet und gepflegt.[5] Der DAC ist in § 5 Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) als Pflichtliteratur für jede Apotheke vorgeschrieben. Als Standardwerk werden die Monographien des DAC vom BfArM für die Arzneimittelzulassung herangezogen.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DAC/NRF: DAC/NRF im Kurzportrait. Abgerufen am 29. April 2019.
  2. Deutscher Arzneimittel-Codex® / Neues Rezeptur-Formularium®. Abgerufen am 29. April 2019.
  3. a b Karsten Albert: Das Arzneibuch in der Apotheke. In: Pharmazeutische Zeitung. 5. September 2005, abgerufen am 29. April 2019.
  4. DAC/NRF: Die DAC/NRF-Kommission. Abgerufen am 29. April 2019.
  5. http://dacnrf.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=23