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ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. (ursprünglich Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker[2]) ist die Spitzenorganisation der deutschen Apotheker mit Sitz in Berlin. Sie wurde 1950 gegründet. Mitglieder der ABDA sind alle 17 Landesapothekerkammern sowie alle 17 Landesapothekerverbände. Insgesamt gibt es 17 LAV und 17 LAK, da NRW in zwei Bezirke (Nordrhein und Westfalen-Lippe) aufgeteilt ist.

ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1950 in Berlin
Sitz Berlin
Vorsitz Friedemann Schmidt
Geschäftsführung Sebastian Schmitz (Hauptgeschäftsführer)[1]
Mitglieder 34
Website www.abda.de

Zweck ist die politische Vertretung der 61.973 berufstätigen Apotheker (Stand: Mai 2014) auf nationaler und internationaler Ebene, die Wahrnehmung und Förderung der gemeinsamen Interessen sowie die Pflege der Zusammengehörigkeit der deutschen Apothekerschaft.

Präsident ist seit 2013 Friedemann Schmidt, der bereits seit 2003 Präsident der sächsischen Apothekerkammer ist[3]. Seit 2015 ist Friedemann Schmidt Vorstandsmitglied beim Bundesverband der Freien Berufe.

Zu den Institutionen gehören die Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker, die Marketing Gesellschaft Deutscher Apotheker, die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker, das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker, das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut und das Deutsche Apothekenmuseum in Heidelberg.[4]

Zur Bundestagswahl 2017 begann die ABDA Anfang August die Initiative Wahlradar Gesundheit. Die Initiative befragt bis zu 1800 Direktkandidaten der verschiedenen Parteien zu gesundheitspolitischen Themen. Deren Antworten werden gesammelt und grafisch in der Initiative Wahlradar Gesundheit dargestellt.[5]

Im April 2019 wurde der ehemalige Kommunikationschef des Verbandes Thomas Bellartz zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht sah als erwiesen an, dass er gemeinsam mit einem Systemadministrator im Gesundheitsministerium vertrauliche Daten aus E-Mail-Postfächern von BMG-Mitarbeitern ausgespäht habe, die er für Nachrichten in seinem Onlinedienst Apotheke Adhoc verwendete. Darüber hinaus soll auch die ABDA von Bellartz' Hintergrundwissen profitiert haben, vermutlich jedoch ohne von der illegalen Quelle gewusst zu haben.[6]

Der Verband ist in der Öffentlichen Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern eingetragen.[7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vorstände und Geschäftsführung der ABDA
  2. ABDA: Geschichte. Website der ABDA. Abgerufen am 14. November 2010.
  3. Die Sächsische Landesapothekerkammer. Abgerufen am 21. Februar 2016.
  4. Institutionen der ABDA
  5. „Wahlradar Gesundheit“: Apotheker starten Dialog mit Bundestagskandidaten. 2. August 2017, abgerufen am 22. August 2017.
  6. J. Evans: Urteil im »Datenklau«-Prozess - Geldstrafe für Bellartz, Pharmazeutische Zeitung vom 10. April 2019.
  7. Öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern (Stand: 25. Januar 2019), S. 3 (PDF).