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Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager ist der Titel eines neunbändigen lexikalisch angelegten Nachschlagewerkes in deutscher Sprache zum nationalsozialistischen Lagersystem. Das zwischen 2005 und 2009 entstandene Werk wird von Wolfgang Benz und Barbara Distel im Verlag C.H.Beck in München herausgegeben. Redaktionell wurde das Werk durch Angelika Königseder vom Zentrum für Antisemitismusforschung bearbeitet.

Während im ersten Band zentrale Fragen zum NS-Lagersystem behandelt werden, beinhalten die Bände 2 bis 7 in chronologischer Reihenfolge Artikel zu den KZ-Stammlagern und deren Außenlagern. Band 8 behandelt Konzentrations- und Vernichtungslager im deutsch besetzten Osteuropa. In Band 9 werden darüber hinaus weitere Lagertypen des NS-Zwangslagersystems aufgeführt, wie Arbeitserziehungslager, Jugendkonzentrationslager, Durchgangslager, Ghettos etc.

Das neunbändige Gesamtwerk umfasst folgende Titel:[1]

  1. Die Organisation des Terrors. Mitherausgeberin Angelika Königseder, 2. Aufl. 2005, 394 Seiten. ISBN 3-406-52961-5.
  2. Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. 2005, 607 Seiten. ISBN 3-406-52962-3.
  3. Sachsenhausen, Buchenwald. 2006, 660 Seiten. ISBN 3-406-52963-1.
  4. Flossenbürg, Mauthausen, Ravensbrück. 2006, 644 Seiten. ISBN 3-406-52964-X.
  5. Hinzert, Auschwitz, Neuengamme. 2007, 591 Seiten. ISBN 978-3-406-52965-8.
  6. Natzweiler, Groß-Rosen, Stutthof. 2007, 840 Seiten. ISBN 978-3-406-52966-5.
  7. Niederhagen/Wewelsburg, Lublin-Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch (Vught), Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora. 2008, 360 Seiten. ISBN 978-3-406-52967-2.
  8. Riga, Warschau, Vaivara, Kaunas, Płaszów, Kulmhof/Chełmno, Bełzec, Sobibór, Treblinka. 2008, 576 Seiten. ISBN 978-3-406-57237-1.
  9. Arbeitserziehungslager, Ghettos, Jugendschutzlager, Polizeihaftlager, Sonderlager, Zigeunerlager, Zwangsarbeiterlager. 2009, 656 Seiten. ISBN 978-3-406-57238-8.

RezeptionBearbeiten

In der Süddeutschen Zeitung vom 19. Januar 2009 bewertete Rezensent Jörg Später das Werk als Studie „akribischer Recherche und Detailfülle“ sowie Grundlage zur Strukturanalyse des NS-Lagersystems, die jedoch zu wenig auf das Verhältnis von KZ-Häftlingen und der Bevölkerung aus der Umgebung von Konzentrationslagern eingehe. Karin Orth rezensierte die vorliegenden Bände der Reihe in einem am 2. April 2007 in der Süddeutschen Zeitung erschienenen Beitrag als „verdienstvolle Dokumentation“ und „detail- und faktenreiche Nachschlagewerke“, die jedoch „keine quellenkritische Reflexionen, eine Auseinandersetzung mit Debatten der NS-Forschung oder eine historiografische Einordnung der Fakten bieten.“[2] Marc Buggeln bezeichnete auf H-Soz-u-Kult das Werk als „verdienstvolle Reihe.“[3]

EinzelnachweiseBearbeiten