Hauptmenü öffnen
Icon tools.svg

Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Credneria
Abdruck eines Blattes von Credneria triacuminata im Botanischen Garten Dresden

Abdruck eines Blattes von Credneria triacuminata im Botanischen Garten Dresden

Zeitliches Auftreten
Oberkreide bis Paläozän
100,5 bis 56 Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Silberbaumartige (Proteales)
Familie: Platanengewächse (Platanaceae)
Gattung: Credneria
Wissenschaftlicher Name
Credneria
Zenker, 1833

Credneria ist eine fossile Formgattung der Laubblätter von Platanengewächsen aus der Oberkreide und dem Paläozän der Nordhalbkugel.

EtymologieBearbeiten

Formell erstbeschrieben wurden diese Blätter von Jonathan Carl Zenker im Jahr 1833, der ihnen auch ihren Namen gab. Die entsprechenden „Petrefacten“ waren aber schon vorher bekannt. Der Name der Gattung ehrt den deutschen Theologen Karl August Credner[1] (1797–1857), den Bruder des Geologen Heinrich Credner, der Zenker mehrere solcher Exemplare zur Untersuchung überlassen hatte.

FundorteBearbeiten

Die meisten Stücke wurden bisher in Mitteldeutschland gefunden. Beispielsweise befinden sich Stücke von Credneria triacuminata (Santonium), die in Magdeburg gefunden wurden, in der Sammlung der Paläobotanik der Universität Münster.[2] Besonders bekannt sind Fundorte in Norddeutschland, so etwa an der Teufelsmauer, einem langgestreckten Klippenzug vor dem Nordrand des Harzes.[2] Dort wurden und werden noch immer viele Abdrücke kreidezeitlicher Blätter gefunden. Andere befinden sich in Sachsen und Böhmen.

AussehenBearbeiten

Die Blätter haben eine ovale Form und sind an der Basis herzförmig und gestielt. Sie verfügen über verschiedenartige Arterien und Zahnungen.[3]

BedeutungBearbeiten

Credneria repräsentierte lange Zeit das geologisch älteste fossile Laubholzgewächs Deutschlands.[2] Die entsprechenden Fossilien sind dem Laub von Platanen sehr ähnlich, weshalb die Gattung oft in die Familie Platanaceae gestellt wird. Ihr Auftauchen im Fossilbericht zeigt das Anwachsen von Zahl und Vielfalt bei den in der Kreidezeit aufstrebenden Angiospermen.

Besonders beachtsam ist, dass man Crednerien zum Beispiel in Blankenburg nie in Schichten, sondern nur einzeln im sonst fossilfreien Sandstein findet. Zudem sind die Blätter des Steinbruches Blankenburg meistens am Rand oder zur Gänze tütenähnlich eingerollt. Dadurch entstand die Annahme, dass sie durch Austrocknung verkrümmt wurden und dann in Sanddünen eingebettet wurden.[2]

Bekannte ArtenBearbeiten

  • Credneria triacuminata
  • Credneria cuneifolia
  • Credneria bohémica
  • Credneria denticulata (Gezähnelte Crednerie, Zenker 1833)
  • Credneria subtriloba (Fast dreilappige Cednerie, Zenker 1833)
  • Credneria integerrima (Ganzrandige Crednerie, Zenker 1833)
  • Credneria biloba (Zweilappige Crednerie, Zenker 1833)

LiteraturBearbeiten

  • Jonathan Carl Zenker: Beiträge zur Naturgeschichte der Urwelt. Organische Reste (Petrefacten) aus der Altenburger Braunkohlen-Formation, dem Blankenburger Quadersandstein, jenaischen bunten Sandstein und böhmischen Übergangsgebirge. Friedrich Mauke, Jena 1833, S. 15–22 (archive.org).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zenker (1833), S. 16 (archive.org)
  2. a b c d Richard Pott: Allgemeine Geobotanik. Biogeosysteme und Biodiversität. Springer, 2005, ISBN 3-540-23058-0, S. 76 f. (GoogleBooks)
  3. Heinrich Georg Bronn: Lethaea Geognostica, oder Abbildungen und Beschreibungen der für die Gebirgs-Formationen bezeichnendsten Versteinerungen. 3. Auflage. Zweiter Band. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1851–52, S. 55 (e-rara.ch).