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Conrad Baden

norwegischer Komponist und Organist

Conrad Baden (* 31. August 1908 in Drammen; † 11. Juni 1989 in Oslo)[1] war ein norwegischer Organist und Komponist.

Baden war der Sohn des Organisten an der Strømsøer Kirche Olaf Jørgensen. 1931 schloss er eine Ausbildung als Organist am Konservatorium Oslo ab. Er setzte sein Studium am Leipziger Konservatorium bei Günter Raphael und Kurt Thomas fort. Von 1934 bis 1936 studierte er Kontrapunkt bei Per Steenberg, von 1940 bis 1942 Komposition und Instrumentation bei Bjarne Brustad. Bei einem Parisaufenthalt 1950 schließlich nahm er Unterricht bei Jean Rivier, besuchte die Kompositionsklasse von Arthur Honegger und lernte die Musik Paul Hindemiths kennen.

Die ersten Kompositionen Badens entstanden in den 1930er Jahren in der Tradition der skandinavischen Romantik. Seine Werke der 1950er Jahre waren vom französischen Neoklassizismus geprägt. Später wandte er sich der Zwölftontechnik zu, die er 1965 bei einem Besuch der Kompositionsklasse von Hanns Jelinek in Wien studiert hatte.[1] Sein umfangreiches Werk umfasst Messen, Motetten, Kantaten, Chor- und Sololieder, Suiten und Sonaten für das Klavier, Instrumentalkonzerte und sechs Sinfonien.

47 Jahre lang war Baden Organist zunächst in seiner Geburtsstadt, später in Oslo. Daneben unterrichtete er seit 1947 Harmonielehre und Kontrapunkt, später auch Komposition am Konservatorium von Oslo, verfasste Musikkritiken für Drammens Tidende, Vårt Land und Morgenbladet und wirkte als Herausgeber für die Zeitschriften Nordisk Musikkultur, Norsk Kirkemusikk und Norsk Musikktidskrift.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Elef Nesheim: Conrad Baden. In: Norsk biografisk leksikon. 13. Februar 2009, abgerufen am 30. November 2018.