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Colors – Farben der Gewalt

Film von Dennis Hopper (1988)

Colors – Farben der Gewalt (Colors) ist ein Filmdrama mit Sean Penn und Robert Duvall aus dem Jahr 1988.

Filmdaten
Deutscher TitelColors – Farben der Gewalt
OriginaltitelColors
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1988
Länge117 Minuten
AltersfreigabeFSK 16
Stab
RegieDennis Hopper
DrehbuchRichard Di Lello,
Michael Schiffer
ProduktionRobert H. Solo
MusikHerbie Hancock
KameraHaskell Wexler
SchnittRobert Estrin
Besetzung

HandlungBearbeiten

Der erfahrene Polizist Bob "Onkel Bob" Hodges bekommt den jungen Danny "Pac Man" McGavin als Partner zugeteilt. Hodges arbeitet seit 19 Jahren für das LAPD und ist ein Vietnamveteran. Zusammen arbeiten sie bei der Einheit CRASH, Community Resources Against Street Hoodlums. In ihrem Revier, den Armenvierteln von Los Angeles, herrscht ein blutiger Bandenkrieg zwischen den Bloods und den Crips. Der von den Gangs respektierte Hodges muss den Heißsporn McGavin erst davon überzeugen, dass ein ruhiges Verhalten oft mehr bewirkt, als überzogene Polizeigewalt. McGavin bringt jedoch mit seiner aggressiven Art schnell die Gangs gegen sich auf. Als McGavin das ihnen zugeteilte Zivilfahrzeug bei einer Verfolgungsjagd zerstört, wird ihnen ein strahlend gelbes Zivilfahrzeug zugeteilt. Von nun an wird McGavin von seinen Kollegen als auch den Gangmitgliedern als "Müllmann" bezeichnet.

Er beginnt eine Beziehung zu der Verkäuferin Louisa, für die das Leben zwischen den Gangs zum Alltag gehört. Sie trennt sich jedoch von ihm, als McGavin ihrem Cousin als Strafe für ein Graffiti Farbe ins Gesicht sprüht. Der Bandenkrieg um die Vorherrschaft im Drogenhandel eskaliert, Hodges und McGavin versuchen, die Lage unter Kontrolle zu halten. Dabei stirbt während einer Razzia der kurz vor der Pensionierung stehende Hodges durch ein Bandenmitglied.

Einige Zeit später bekommt der nun konservative McGavin einen neuen, schwarzen Partner zugewiesen, der in den Vierteln, in denen sie Patrouille fahren, aufgewachsen ist. Der neue Partner ist ein Heißsporn so wie "Pac-Man" früher. Jetzt ist es McGavin, der seinen Partner zum ruhigen Verhalten überredet. McGavin erzählt ihm denselben Witz über die beiden Stiere, den Hodges im erzählt hat und der junge Kollege reagiert wie der junge McGavin es getan hat. Der Film endet mit einem McGavin, dem die zukünftigen Ereignisse bewusst werden als die beiden Polizeibeamten ihre Patrouille fahren.

KritikenBearbeiten

Roger Ebert lobte in der Chicago Sun-Times einige Szenen. Besonders deutlich bleibe in seiner Erinnerung jene Szene, in der die Gangmitglieder zu erklären versuchen würden, warum die Gang so wichtig für sie sei. Das zentrale Thema des Films sei die Hilflosigkeit der Polizei. Die Handlung sei „unnötig komplex“, einige Charaktere der Gangster könne man nicht unterscheiden.[1] Frauke Hanck schrieb in der tz: „Hopper inszeniert unerbittlich; eine Gewalt-Action folgt der anderen, glorifiziert jedoch nie. Das ist eine Leistung, an der der nicht weniger rigorose Kameramann Haskell Wexler entscheidenden Anteil hat. Seine Bilder verursachen fast physische Schmerzen. Robert Duvall als der alte illusionslose Profi-Polizist und Sean Penn als sein hitzköpfiger Kollege tragen die Spannung des Films überzeugend. Für starke Nerven.“[2]

AuszeichnungenBearbeiten

Herbie Hancock gewann 1989 den BMI Film Music Award.

WeiteresBearbeiten

  • Penn ist im Film Absolvent der Einheit CRASH (Community Resources Against Street Hoodlums). Diese Einheit bestand von 1977 bis 2000.
  • Penn verbrachte 33 Tage in Haft, weil er einen Papparazzo zusammengeschlagen hatte.
  • Als Berater des Films wurden echte Gangmitglieder angeheuert. Zwei wurden noch während der Dreharbeiten erschossen.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Roger Ebert. In: Chicago Sun-Times, 15. April 1988
  2. Frauke Hanck, zit. nach Just: Film-Jahrbuch 1989.