Christine von Salm

deutsche Adelige, durch Heirat mit Franz von Lothringen Gräfin von Vaudémont sowie Herzogin von Lothringen und Bar
Christine von Salm als Herzogin von Lothringen

Christine Katharina Gräfin von Salm (* Mai 1575; † 31. Dezember 1627) war durch Heirat mit Franz von Lothringen seit 1597 eine Gräfin von Vaudémont sowie im November 1625 für fünf Tage Herzogin von Lothringen und Bar. Als Urgroßmutter des römisch-deutschen Kaisers Franz I. Stephan ist sie Ahnfrau des Kaiserhauses Habsburg-Lothringen.

LebenBearbeiten

Christine von Salm wurde als einzige Tochter des Grafen Paul von Salm-Badenweiler (um 1535–1584) und dessen Gattin Maria Le Veneur de Tillières (1553–1600) in die obersalmische Linie des damals noch gräflichen Hauses Salm geboren. Ihr Urgroßonkel war der Renaissance-Feldherr Niklas Graf Salm der Ältere.[1] Ihr Bruder Karl starb 1588. Damit rückte Christine an den ersten Platz der Erbfolge der Grafschaft Salm (Obersalm, französisch: Salm-en-Vosges). Am 12. März 1597 heiratete sie in Nancy Franz, den jüngsten Sohn des lothringischen Herzogs Karl III. Ihre Schwiegermutter wurde Claudia von Valois, die Tochter des französischen Königs Heinrich II. und dessen Gattin Katharina, geborene von Medici. Mit ihrem Gemahl, dem sie als Erbgräfin die Hälfte der obersalmischen Grafschaft Salm in die Ehe brachte,[2] hatte sie folgende Nachkommen:

Ihr Onkel (Bruder des Vaters), Graf Anton von Salm, rettete als letzter Abt von Kloster Hornbach die Reliquien des Heiligen Pirminius vor dem Zugriff des der Reformation anhängenden Landesherrn und wirkte 1556/57 als Präsident des Reichskammergerichts zu Speyer.

LiteraturBearbeiten

  • Victor de Saint-Mauris: Etude historiques sur l’ancienne Lorraine, Band 2 (Vagner, Imprimeur-Libraire-Editeur, 1861), S. 76

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vgl. F2 und C2 in der Stammtafel Luxemburg 5, Webseite im Portal genealogy.euweb.cz
  2. Franz Michael Reißer: Geschichte der österreichischen Monarchie, Band 4, Karl Schaumburg und Kompagnie, Wien 1802, S. 279 (Google Books)