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Von links nach rechts: Frank Beyer, Christel Bodenstein, Christine Laszar, Konstantin Simonow und Günter Witt auf dem 14. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary im Jahr 1964

Christine Laszar, geborene Laszarus,[1] (* 19. Dezember 1931 in Ortelsburg) ist eine deutsche Schauspielerin.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Laszar absolvierte die West-Berliner Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel und begann ihre Theaterlaufbahn am Renaissance-Theater. Sie trat am Kabarett Die Stachelschweine und bei der Münchner Schaubude auf. In der DDR gastierte sie an der Volksbühne Berlin.

Am „Theater der Zeit“ im Münchner Goethesaal spielte Laszar in Rolf Honolds gegen den Indochinakrieg gerichteten Schauspiel Geschwader Fledermaus das Generalsliebchen Fressy. Regisseur Erich Engel gab ihr dieselbe Rolle, zugleich die weibliche Hauptrolle in seinem gleichnamigen DEFA-Film.

Daraufhin erhielt sie eine Festanstellung bei der DEFA, siedelte 1958 in die DDR über und heiratete Karl-Eduard von Schnitzler (die Ehe wurde nach kurzer Zeit geschieden).[2][3] In Kriminalfilmen und Politthrillern verkörperte sie kühle, intelligente Frauen. Anfänglich in sympathischen Rollen zu sehen, wurde sie seit 1963 regelmäßig als gefährliche Kriminelle besetzt.

1966 kommentierte Wolfgang Carlé in dem Buch Schauspieler von Theater, Film und Fernsehen: „Hoffen wir, daß wir Christine Laszar bald in einer Rolle sehen werden, die uns neue Varianten ihres Könnens erschließt.“

Laszar, inzwischen Stadtverordnete von Teltow, gastierte an der Volksbühne und trat in Fernsehserien auf. Zu Beginn der 1970er Jahre wurde sie Fernsehredakteurin beim Deutschen Fernsehfunk, unter anderem erarbeitete sie Künstlerporträts. Nach einer Erkrankung zog sie sich in den 1980er Jahren in das Privatleben zurück.

Sie war in erster Ehe mit dem Schauspieler und Regisseur Rudolf Schündler verheiratet. Die gemeinsame Tochter Katrin wurde Redakteurin und Moderatorin beim DFF.

FilmografieBearbeiten

TheaterBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Christine Laszar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [Personalien:] Christine Laszar. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1959, S. 66 (online14. Oktober 1959).
  2. Familiäres: Karl-Eduard von Schnitzler. In: Der Spiegel. Nr. 2, 1959, S. 49 (online7. Januar 1959).
  3. Bernd-Rainer Barth: Schnitzler, Karl-Eduard von. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 2, Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.