Cargo (Filmzeitschrift)

Filmzeitschrift

Cargo ist eine deutsche Fachzeitschrift für Film und angrenzende Künste. Sie erscheint seit 2009 vierteljährlich im Cargo-Verlag. Seit 2015 gestaltet sie die Gesprächsreihe „Episode“ zu Fernsehserien an den Münchner Kammerspielen.[1]

Cargo

Beschreibung Film – Medien – Kultur
Sprache Deutsch
Verlag Cargo Verlag, Berlin
Erstausgabe 2009
Erscheinungsweise vierteljährlich
Verkaufte Auflage 1000 Exemplare
Chefredakteur Ekkehard Knörer, Bert Rebhandl, Simon Rothöhler
Weblink cargo-film.de
ISSN (Print)

InhaltBearbeiten

Cargo ist eine Filmzeitschrift mit über den Film hinausreichendem Anspruch. So titelte die Deutsche Welle zum ersten Heft: "Auf dem hart umkämpften Markt der Kinomagazine blickt "Cargo" über die Ränder hinaus"[2]. Dies spiegelt sich in Rubriken wie „Anderes Kino“, in Artikeln zu Fotografie, Theater und Kunst ebenso wie in der Wahl der Kolumnistinnen und Kolumnisten wider[3]. „Dieser Anspruch aufs Ganze unterscheidet Cargo von anderen Zeitschriften zum Kino“, schrieb die taz in einem Artikel, der die Zeitschrift vorstellt.[4] Der Titel steht dabei für den Versuch, "Film als Frachtgut zu begreifen", was den Blick auf gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhänge öffnet.[5] "Negativ" bezeichnete sie – "als einzige deutsche Filmzeitschrift" – als Publikation des 21. Jahrhunderts: "Weil sie im Bewusstsein darüber entsteht, was wir alle im Internet täglich lesen und wie wir Filme und Serien schauen (können)."[6] Der analytische Zugang zum Thema Film reicht bei Cargo von umfassenden gesellschaftstheoretischen Reflexionen bis zu den Feinheiten der Rezeptionsästhetik.

GeschichteBearbeiten

Nachdem die Überlebenschancen der Zeitschrift von manchen Beobachtern zunächst skeptisch eingeschätzt wurden,[2] hat sich das Magazin unterdessen seinen festen Platz im umkämpften Markt erarbeitet, urteilte Revolver bereits 2014: "Mit der Filmzeitschrift CARGO […] hat sich zumindest ein souveräner Spieler etabliert."[7]

AutorenBearbeiten

Cargo-Kolumnisten waren unter anderem der Filmregisseur Christian Petzold, die Britta-Sängerin und Publizistin Christiane Rösinger oder Helgard Haug von der Theatergruppe Rimini Protokoll. Peter Praschl, Autor der Die Welt, ist seit der ersten Ausgabe als Kolumnist dabei.

Andere Autoren sind neben FilmkritikerInnen/FilmwissenschaftlerInnen wie Daniel Eschkötter, Elena Meilicke, Stefanie Diekmann oder Lukas Foerster die Redakteure Ekkehard Knörer, Simon Rothöhler und Bert Rebhandl, der Poptheoretiker Diedrich Diederichsen (ehemals Spex), der Schriftsteller David Wagner, die Schriftstellerin Elfriede Jelinek, die Filmprofessorin Gertrud Koch (FU Berlin) und der Filmemacher Rainer Knepperges. Auch der 2011 verstorbene Filmkritiker Michael Althen (FAZ) schrieb für Cargo.

Die Website der Zeitschrift: Cargo-FilmBearbeiten

Mit Cargo-Film hat Cargo seit dem Spätherbst 2008 einen eigenständigen, gemäß Berliner Zeitung „hervorragenden“[8] Internetauftritt. Dort finden sich exklusive Video-Interviews mit Regisseuren wie Apichatpong Weerasethakul, Dominik Graf und anderen, wöchentliche Filmbewertungen sowie ein mehrmals täglich aktualisiertes Blog. Der Webauftritt der Zeitschrift war in der Kategorie „Kultur und Unterhaltung“ für den Grimme Online Award 2009 nominiert.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Reihe „Episode“. Neuigkeiten aus der Welt der Fernsehserien. In: muenchner-kammerspiele.de. Münchner Kammerspiele, abgerufen am 2. Juni 2017.
  2. a b Film und mehr. Deutsche Welle, abgerufen am 10. Januar 2020.
  3. filmABC: Unterrichtsmaterialien. Abgerufen am 10. Januar 2020.
  4. Dietmar Kammerer: Der Anspruch aufs Ganze. Das neue Magazin Cargo will den Brückenschlag zwischen Akademie, Feuilleton und Film schaffen. In: taz. 25. Februar 2009.
  5. critic: Neues Filmmagazin Cargo. Abgerufen am 10. Januar 2020.
  6. Elisabeth Maurer: 5 Jahre Cargo. Wir gratulieren! Abgerufen am 10. Januar 2020.
  7. Freizeit heisst Freiheit. Revolver, abgerufen am 10. Januar 2020.
  8. Philipp Bühler: Mission: Frachtgut retten (Memento vom 18. Mai 2016 im Internet Archive). In: Berliner Zeitung. 5. März 2009.
  9. Grimme Online Award. Nominierte 2009 (Memento vom 15. Mai 2009 im Internet Archive). Grimme-Institut.