Cantata Profana

Film von Miklós Jancsó (1963)

Cantata Profana (Originaltitel: Oldás és kötés) ist der zweite Langspielfilm des ungarischen Filmemachers Miklós Jancsó und entstand 1963 nach einer Kurzgeschichte von József Lengyel. Der international verbreitete Titel des Films bezieht sich auf das Musikwerk Cantata profana - Die Zauberhirsche (1930) des ungarischen Komponisten Béla Bartók, während der Originaltitel Oldás és kötés wörtlich „Auflösung und Bindung“ bedeutet.

Film
Deutscher TitelCantata Profana
OriginaltitelOldás és kötés
Produktionsland Ungarn
Originalsprache Ungarisch
Erscheinungsjahr 1963
Länge 107 Minuten
Stab
Regie Miklós Jancsó
Drehbuch Miklós Jancsó
Guyla Hernádi
Musik Bálint Sárosi
Kamera Tamás Somló
Schnitt Zoltán Farkas
Besetzung

HandlungBearbeiten

Ambrus ist ein jüngerer Chirurg in einem Budapester Spital, der Unzufriedenheit mit seinem Leben verspürt. Er streift durch Bars und Keller, in denen seine Kumpane Musik hören oder sich Filmkunst vorführen. Aus der großen Stadt kehrt er in seinen Herkunftsort zurück, auf den Hof seines kranken Vaters. In der Natur und Landschaft findet er eine Leere vor, in der er nachdenken kann. Er erfasst die Bedeutung von Familie und Freunden und trifft seinen ehemaligen Lehrer, Professor Ádámfy. Als er nach Budapest zurückfährt, hört er im Autoradio Bartók ein Volksmärchen vorlesen.

BewertungBearbeiten

In einer Schau der ungarischen Filmgeschichte meinte Burns (1996), trotz Unebenheiten und zu starkem Bezug auf Antonioni sei Cantata Profana ein Erfolg ungewöhnlicher Art. Der Film bestätige nichts, vielmehr versuche er zu hinterfragen und zu provozieren in einem erweiterten Zusammenhang statt in einem individuellen, selbstbezogenen.[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bryan Burns: World cinema: Hungary. Flick Books, Wiltshire 1996, ISBN 0-948911-71-9, S. 58