Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Bruno Strobl

österreichischer Komponist und Dirigent

Bruno Strobl (* 26. Februar 1949 in Klagenfurt) ist ein österreichischer Komponist und Dirigent. Er ist seit 2008 Präsident der IGNM-Sektion Österreich.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Strobl studierte von 1968 bis 1976 Klarinette und Theorie bei Alois Jäger am Konservatorium Klagenfurt.[1] Er war von 1973 bis 2003 Musikerzieher am Bundesgymnasium Porcia Spittal an der Drau. Er erhielt von 1978 bis 1981 privaten Kompositionsunterricht bei Nikolaus Fheodoroff.[2] Von 1983 bis 1987 studierte er Klarinette, Musiktheorie und Komposition bei Dieter Kaufmann am Kärntner Landeskonservatorium.[2]

Seit 1977 ist er Obmann der Sektion Kärnten der IGNM Österreich.[2] Von 1978 bis 1990 organisierte er die Kärntner Meisterkurse für aktuelle Musik.[2] Von 1987 bis 1995 stand er dem Vokalensemble Vox Nova vor.[2] Seit 1988 ist er Dirigent des Ensemble Kreativ, mit dem er mehrere Stücke zur Uraufführung brachte.[2] Seit 1991 ist er Initiator des Festivals Expan in Spittal an der Drau.[2] Von 1993 bis 1995 wirkte er an der Kreativwerkstatt in Klagenfurt. Er war mehrmals Leiter des Klangspectrums Villach. Seit 2002 ist er Projektleiter der NeueBühneVillach und seit 2005 der MusikFabrikSüd. Seit 2008 ist er Präsident der Sektion Österreich der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (IGNM).

Seine Musik wurde im In- und Ausland aufgeführt u.a. beim Festival Steirischer Herbst, bei Wien Modern, bei den Dresdner Tagen der zeitgenössischen Musik, bei Aspekte Salzburg und den IGNM-Weltmusiktagen in Budapest.[2] Im Juli 2017 kam es beim Carinthischen Sommer zur Uraufführung seiner Kirchenoper Hemma, die den Untertitel Eine Weibspassion trägt und die Geschichte der Hemma von Gurk nachzeichnet. Das Libretto zur Oper stammt vom Schriftsteller Franzobel. Es inszenierte Kristine Tornquist, die Titelrolle wurde von der französischen Mezzosopranistin Juliette Mars gesungen.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

  • 1983: Förderungspreis für Musik der Kärntner Landesregierung
  • 1988: Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich
  • 1991: Preis der Salzburger Landesregierung bei den Saalfeldener Musiktage
  • 1994: Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich
  • 2000: Würdigungspreis für Musik der Kärntner Landesregierung
  • 2006: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich[4]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • O du mein Österreich. Männerchor nach einem Text von Kurt Tucholsky [Werbeabdruck]. In: NOEMA. Kunst + Kritik 3 (1985), S. 80–88.

LiteraturBearbeiten

  • Strobl, Bruno. In: Österreichischer Musikrat (Hrsg.): Beiträge ’94. Österreichische Komponisten unserer Zeit. Bärenreiter, Kassel [u.a.] 1994, S. 149–150. (= Beiträge der Österreichischen Gesellschaft für Musik, Bd. 9)
  • Bruno Strobl: „Hier ist es schön“. Uraufführung: 19. Juni, Theaterfestival Spectrum in Villach. In: Österreichische Musikzeitschrift 50 (1995) 6, S. 410 f.
  • Strobl, Bruno. In: Bernhard Günther (Hrsg.): Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich. Komponisten und Komponistinnen des 20. Jahrhunderts mit Werklisten, Diskographien, Bibliographien und einer zweisprachigen Einleitung. Music Information Center Austria, Wien 1997, ISBN 3-901837-00-0, S. 1053–1055.
  • Strobl, Bruno. In: Axel Schniederjürgen (Hrsg.): Kürschners Musiker-Handbuch. 5. Auflage, Saur Verlag, München 2006, ISBN 3-598-24212-3, S. 464.
  • Leichtfüssig unterwegs. IGNM-Österreich heute. Vorstandsmitglieder der IGNM im Gespräch mit Daniel Ender. In: Österreichische Musikzeitschrift 65 (2010) 6, S. 30–32.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kürschners Musiker-Handbuch 2006, S. 464.
  2. a b c d e f g h Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich 1997, S. 1053.
  3. Carinthischer Sommer: Kirchenoper Uraufführung – Bruno Strobl: Hemma, abgerufen am 12. Oktober 2017
  4. Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. Abgerufen am 9. Dezember 2015.