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Brunne (Fehrbellin)

Ortsteil von Fehrbellin

Brunne ist ein Ortsteil der Gemeinde Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Land Brandenburg. Das Angerdorf hat eine Größe von 15,4 km², hier wohnten im Oktober 2009 339 Einwohner.[1]

Dorfanger mit Kirche

GeographieBearbeiten

Brunne liegt 5,5 Kilometer südlich von Fehrbellin. Der Ortsteil liegt im Ländchen Bellin.

GeschichteBearbeiten

Etwa 800 Meter südöstlich von Brunne bestand im 11./12. Jahrhundert eine slawische Siedlung, die mit Gründung von Brunne wüst fiel. Brunne wurde 1294 das erste Mal erwähnt. Der Name kommt wahrscheinlich aus Nordwestfrankreich, dort gibt es Orte mit dem Namen -brunn. Bis zur Reformation im Jahre 1553 gehörte Brunn zum Hochstift Havelberg, bis 1871 dem Amt Fehrbellin. Im Zuge der Ämterbildung in Brandenburg nach der Wende kam es zum (neuen) Amt Fehrbellin, das 2003 wieder aufgelöst wurde. Seit 2003 ist Brunne ein Ortsteil von Fehrbellin.

Im Jahre 1954 wurde eine LPG Typ III gegründet.

BauwerkeBearbeiten

Alle Baudenkmale stehen in der Liste der Baudenkmale in Fehrbellin.

Die Dorfkirche wurde 1756/1757 an Stelle einer kleineren Holzkirche gebaut. In den Jahren 1993/1994 wurde sie saniert. Sie steht etwas erhöht auf dem Anger des Dorfes. Der barocke Bau hat einen kreuzförmigen Grundriss und einen Westturm mit Schweifhaube. Der Kanzelaltar wurde 1760 eingebaut. Die Orgel wurde 1796 von Ernst Julius Marx erbaut, 1865 wurde sie von Friedrich Hermann Lütkemüller, 1893 von Hollenbach repariert. Im Jahre 1917 wurden die Prospektpfeifen eingeschmolzen, 1923/1924 von Schuke wieder erstellt.

Das Gutshaus wurde nach Kriegsschäden 1945 abgerissen, es stammte aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Der Gutsspeicher wurde 1892 erbaut. Es ist ein zweigeschossiges Haus mit Satteldach. An der Nordseite des Speichers befindet sich in einem Medaillon ein Engel mit einer Tafel mit der Inschrift „gebaut 1892“. Der Gutshof wurde 1860 und 1924 umgestaltet.

Die Brennerei wurde 1886 als offene Handelsgesellschaft gegründet, das Gebäude im gleichen Jahr erbaut. Das Gebäude ist ein gelber Ziegelbau mit einem hohen Schornstein.

Das Gehöft Dorfstraße 25 ist ein Dreiseithof. Das Wohnhaus wurde 1910 erbaut. Es ist ein eingeschossiges traufständiges Haus mit einem Mansarddach. Das Dach ist teilweise als Vollgeschoss ausgebaut. In der Mitte befindet sich ein Altan, der als Eingang fungiert.

Das Wohnhaus Dorfstraße 26 wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Es ist ein eingeschossiges, traufständiges Fachwerkhaus mit Satteldach.

Das Gehöft Dorfstraße 49 war einmal ein Vierseithof. Das Wohnhaus ist ein Mittelflurhaus und wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut.

Das Wohnhaus und der Stall in der Dorfstraße 53 wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Das Wohnhaus ist ein zweigeschossiges, giebelständiges Fachwerkhaus mit einem Krüppelwalmdach.

Das Wohnhaus in der Dorfstraße 59 wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut. Es ist ein eingeschossiges giebelständiges Haus mit einem Satteldach.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Teil 2: Gemeinde Fehrbellin, Amt Lindow (Mark) und Stadt Rheinsberg, Ulrike Schwarz und Matthias Metzler und andere, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, 2003, ISBN 3-88462-191-2, Seite 192–200

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik auf der Seite www.fehrbellin.de

Koordinaten: 52° 46′ 24″ N, 12° 43′ 41″ O