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Brigantine (Rüstung)

metallener Schuppenpanzer über einer Schutzweste
Italienische Brigantine, ca. 1540–50
Italienische Brigantine, um 1470 (Innenansicht)

Unter einer Brigantine verstand man eine Art Schuppenpanzer, die seit dem 14. Jahrhundert gebräuchlich war und sich aus dem Lentner, einer späten Form des Plattenrocks, gebildet hat.

BeschreibungBearbeiten

Die Brigantine bestand aus zahlreichen Metallplättchen, oft zum Schutz verzinnt, die unter eine Lage Stoff, festem Leinen oder auch Samt genietet wurden. Die Nietköpfe, die an der Außenseite des Oberstoffes sichtbar wurden, bilden das typische Aussehen der Brigantine. Oft waren diese Nietköpfe in Dreiergruppen angeordnet und verziert. Da die Plättchen in verschiedenen Größen gehalten waren und in unterschiedlicher Ausrichtung vernietet wurden, garantierte die Brigantine eine gute Kombination aus Beweglichkeit und Schutz – nicht so starr dafür weniger Schutz als ein Plattenpanzer, aber auch nicht so durchlässig (dafür unbeweglicher) als ein Kettenhemd.

Eine spätere Form der Brigantine ist der englische Jack of Plates, ein Steppwams, das zudem noch eingenähte Metallplättchen aufwies.

Ab dem 15. Jahrhundert auch oft von Soldaten der mittleren Klasse getragen da sie wesentlich weniger kostete als der Plattenpanzer welcher die Brust mittels einer großen Platte, statt viele kleine Plättchen schützte. Je größer die Platten einer Rüstung waren desto teurer wurden sie.

LiteraturBearbeiten

  • Auguste Demmin: Die Kriegswaffen in ihrer historischen Entwickelung von der Steinzeit bis zur Erfindung des Zündnadelgewehrs. Ein Handbuch der Waffenkunde. Seemann, Leipzig 1869.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brigantine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien