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Braunwaldbahn
Braunwaldbahn
Braunwaldbahn
Strecke der Braunwaldbahn
Logo Braunwaldbahn
Streckenlänge:1,367 km
Spurweite:1000 mm (Meterspur)
Maximale Neigung: 68 
Halt… – Streckenanfang
0,000 SBB-Station Linthal Braunwaldbahn 674 m ü. M.
A/D: Überleitstelle, CH: Spurwechsel
Ausweichstelle
Halt… – Streckenende
1,367 Lufthöhenkurort Braunwald 1254 m ü. M.

Die Braunwaldbahn ist eine Standseilbahn im Kanton Glarus, Schweiz. Die Bahngesellschaft ist auch für die Sportbahnen in Braunwald zuständig. Die Braunwaldbahn verbindet die SBB-Station Linthal Braunwaldbahn auf 674 m ü. M. mit dem Lufthöhenkurort Braunwald auf 1254 m ü. M. Braunwald ist einer der autofreien Orte der Schweiz, welche nur mit der Bahn bequem zu erreichen sind.

Inhaltsverzeichnis

StreckeBearbeiten

  • Spurweite: 1000 mm
  • Streckenlänge: 1367 m
  • Höhendifferenz: 580 m
  • Seildurchmesser: 42 mm
  • Geschwindigkeit: 6 m/s
  • Fahrzeit: 6,5 Minuten
  • Maximale Steigung 68 %

WagenBearbeiten

  • Fassungsvermögen: je 114 Pers.
  • Baujahr: 1997

GeschichteBearbeiten

 
Wagen 1 von 1967 im letzten Betriebsjahr 1996 in der Bergstation Braunwald

Die Bahn wurde für den Tourismus erbaut und vollständig privat finanziert. Denn für den Warentransport nach Braunwald bestand schon seit 1902 die Seilbahn Rüti-Braunwald.

Der Bau der Bahn wurde von Albert Bebié initiiert, der zusammen mit seinem Schwager Friedrich Hefti, Josef Durrer als Ingenieur gewinnen konnte. Dieser war für die Ausarbeitung der Pläne der Bahn verantwortlich und leitete auch die Bauarbeiten. Der Bahnbau wurde von der Baufirma Hünerwadel & Toneatti ausgeführt. Der Kostenvoranschlag von 480 000 Schweizer Franken konnte eingehalten werden.

Die Bahn wurde am 6. August 1907, mit zweimonatiger Verspätung, eröffnet und fuhr anfänglich nur im Sommer. Erst 1928 wurde der Ganzjahresbetrieb eingeführt. In diesem Jahr wechselte der Besitzer, denn der Verkehrsverein von Braunwald konnte sich die Aktienmehrheit sichern.

1932 wurde der Antrieb ersetzt, was eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit von 1,2 m/s auf 2,6 m/s erlaubt. Damit sank die Fahrzeit von 20 auf 10 Minuten. Die beiden alten offenen Holzwagen wurden 1939 durch Leichtmetallwagen mit einem Fassungsvermögen von 60 Personen ersetzt.

Die Bergstation wurde 1964 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, welcher 1966 bezogen wurde. Zugleich wurden die Antriebsanlage und das Zugseil ersetzt (Einbau Zugseil November 1965). Dieser Umbau ermöglichte eine Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit auf 3,3 m/s.

Die vorhandenen silberfarbigen Wagen wurden am 13. November 1967 durch neue Wagen mit einem Fassungsvermögen von 100 Personen ersetzt. Diese wurden von Gangloff in Bern in Aluminiumbauweise hergestellt und rot gestrichen. Mit den neuen Wagen wurde eine maximale Fahrgeschwindigkeit auf 3,5 m/s bewilligt. Im Normalbetrieb wurde weiterhin mit 2,6 m/s gefahren. Die veröffentlichte Fahrzeit blieb bei 10 Minuten.

1981 wurde die Talstation direkt an die SBB-Bahnstrecke verlegt, wobei gleichzeitig die Haltestelle Linthal Braunwaldbahn erstellt wurde. Diese wurde mit dem Fahrplanwechsel am 23. Mai 1982 eröffnet.

LiteraturBearbeiten

  • Aufsatz von Heinrich Stüssi, 75 Jahre Berg- und Talfahrt im Neujahrsbote für das Glarner Hinterland 1982 Seiten 7–40

WeblinksBearbeiten

  Commons: Braunwaldbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien