Bodentypen in Thüringen

Die Böden Thüringens können zu fünf Bodenregionen zusammengefasst werden. In jeder von ihnen ist jeweils ein Bodentyp vorherrschend, der den Charakter der ganzen Region vornehmlich prägt. Die weiteren, in der Region nur teilweise und vereinzelt auftretenden Bodenarten werden bei nachfolgender Betrachtung vernachlässigt.

SchwarzerdeBearbeiten

Vor allem im zentral gelegenen Thüringer Becken und im Ostthüringer Lössgebiet tritt die Schwarzerde dominant als Bodentyp auf. Die Schwarzerde, welche sich auf dem kalkreichen Löss gebildet hat, besitzt eine hohe Fruchtbarkeit.

Schichtstufen und KalkplattenBearbeiten

Sowohl am Rande des Beckens und in Südthüringen herrscht die Landschaft der Schichtstufen und Kalkplatten vor. Hier, beispielsweise auf der Saale-Ilm-Platte, befinden sich vor allem Rendzinen. Diese sind häufig kalkhaltig und werden z. T. landwirtschaftlich genutzt.

Berg- und HügelländerBearbeiten

Eine recht große Fläche nimmt die Bodenlandschaft der Berg- und Hügelländer ein. Sie befinden sich vornehmlich im südlichen Harzvorland, Ostthüringer Buntsandsteinbergland und im Eichsfeld.

In den unteren und mittleren Lagen sind Braunerden als Bodentyp weit verbreitet.

Der Harz, der Thüringer Wald, das Schiefergebirge und der Frankenwald bilden zusammen eine weitere markante Bodenlandschaft. In den unteren Lagen dieser Gebirge konnten sich noch Braunerden entwickeln, während in den oberen Lagen Podsol-Braunerden mit ihren typischen Auswaschungshorizonten sichtbar sind. Wie bei den Podsolen ist das auf die Verlagerung von Ton, Eisen- und Aluminiumverbindungen nach unten zurückzuführen ist. In der Rhön sind die Braunerden durch den Basalt im Untergrund weniger sauer als in den anderen Gebirgen.

Braunerde, Podsol-BraunerdeBearbeiten

Der Harz, der Thüringer Wald, das Thüringer Schiefergebirge und der Frankenwald bilden zusammen eine weitere markante Bodenlandschaft. In den unteren Lagen dieser Gebirge konnten sich noch Braunerden entwickeln, während in den oberen Lagen Podsol-Braunerden mit ihren typischen Auswaschungshorizonten sichtbar sind. Wie bei den Podsolen ist das auf die Verlagerung von Ton, Eisen- und Aluminiumverbindungen nach unten zurückzuführen. In der Rhön sind die Braunerden durch den Basalt im Untergrund weniger sauer als in den anderen Gebirgen.

Braune VegaBearbeiten

In den größeren Flussauen hat sich auf dem Ausgangsgestein Auenlehm der Bodentyp Braune Vega gebildet. Er wird etwa ab 80 cm Tiefe vom Grundwasser beeinflusst.

LiteraturBearbeiten

  • Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG Mannheim und Duden Paetec GmbH: Der Brockhaus multimedial premium - Basiswissen Schule Geografie, 2005