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Binge Watching

Schauen von mehreren Folgen einer Fernsehserie am Stück

Unter Binge Watching oder Binge Viewing (engl. binge = Gelage), auch Komaglotzen oder Serienmarathon genannt, versteht man das Schauen von mehreren Folgen einer Fernsehserie am Stück. 2015 erklärte das Collins English Dictionary Binge Watching zum Wort des Jahres.[1]

Dabei handelt es sich um einen kulturellen Trend, der insbesondere durch die steigende Popularität und Verfügbarkeit von Video-on-Demand-Angeboten begünstigt wird,[2] die es dem Zuschauer ermöglichen, Videomaterial jederzeit auf Anfrage über einen Stream anzuschauen. Im Gegensatz zum linearen Fernsehen, bei dem das Programm durch den Fernsehsender vorgegeben wird[3] und typischerweise die Folgen einer Staffel über mehrere Monate verteilt sind, können bei Video-on-Demand-Angeboten mehrere Folgen hintereinander angeschaut werden.[4]

Zwar ist Binge Watching schon seit der Erfindung der Videokassette und auch durch die Veröffentlichung kompletter Serienstaffeln auf DVD möglich, jedoch wurden die einzelnen Folgen zuvor im Fernsehen ausgestrahlt. Besondere Relevanz hat Binge Watching, wenn Video-on-Demand-Anbieter wie Netflix oder Prime Video alle Folgen einer Staffel zur Premiere gleichzeitig veröffentlichen und Cliffhanger größtenteils umgangen werden.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. TV-Revolution dank VoD? (Nicht mehr online verfügbar.) In: Börse Aktuell. ARD, 21. Oktober 2013, archiviert vom Original am 26. Oktober 2013; abgerufen am 24. Oktober 2013.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/boerse.ard.de
  2. Thomas Lückerath: Binge-Watching: Ein Trend, der linearem TV schadet? In: DWDL.de. DWDL.de GmbH, 25. September 2013, abgerufen am 24. Oktober 2013.
  3. Uwe Hasebrink: Lineares und nicht-lineares Fernsehen aus der Zuschauerperspektive: Spezifika, Abgrenzungen und Übergänge. (PDF, 770 kB) Hans-Bredow-Institut, November 2009, abgerufen am 24. Oktober 2013.
  4. Carsten Heidböhmer: Internetkanal Netflix: 800 Millionen Dollar Gewinn – dank Kevin Spacey. In: Stern.de. Gruner + Jahr, 23. Oktober 2013, abgerufen am 24. Oktober 2013.
  5. Kelsea Stahler: Netflix Plans Full Season Release of ‘House of Cards’: Is Traditional TV Viewing Over? In: Hollywood.com. Hollywood.com, LLC, 8. Oktober 2012, abgerufen am 24. Oktober 2013 (englisch).