Bertoua

Stadt in Kamerun

Bertoua (deutsch: Bertua) ist eine Stadt in Kamerun. Es ist die Hauptstadt der Provinz Est und des Departements Lom-et-Djérem. Mit 218.000 Einwohnern (2011) ist es das einzige Oberzentrum der Region.

Bertoua
Bertoua (Kamerun)
Koordinaten 4° 34′ N, 13° 41′ OKoordinaten: 4° 34′ N, 13° 41′ O
Basisdaten
Staat Kamerun

Region

Est
Höhe 664 m
Einwohner 218.000 (2011)

LageBearbeiten

Die Lage der Stadt ist durch die Übergangszone vom Waldland zur Savanne gekennzeichnet.

GeschichteBearbeiten

Bertoua (eigentlich: Gamane[1]) ist ein alter Zentralort der Gbaya und war in vorkolonialer Zeit Sitz eines Oberhäuptlingstums, das schon früh von den nördlich benachbarten islamischen Reichen beeinflusst wurde. Die Stadt geriet nach 1903 unter deutsche Oberhoheit. Sitz der Bezirksverwaltung war in dieser Zeit allerdings das weiter südwestlich gelegenen Dume. Erst nach dem Ersten Weltkrieg, unter französischer Mandatsherrschaft, wurde Bertoua administratives Zentrum für Ostkamerun.

WirtschaftBearbeiten

Bertoua ist die einzige städtische Siedlung und damit auch wirtschaftliches Zentrum der Provinz. Erwerbszweige sind Landwirtschaft (Tabakbau), Forstwirtschaft und der Marktverkehr, der von den dörflichen Siedlungen der weiteren Umgebung frequentiert wird. Der Tourismus hat keine Bedeutung. Bertoua verfügt über Tankstelle, Apotheke und Krankenhaus.

VerkehrBearbeiten

Die Anbindung erfolgt über Asphaltstraßen von Nanga-Eboko und Abong-Mbang sowie einen Flughafen. Der nächste Bahnhof befindet sich in Bélabo (ca. 80 km nordwestlich an der Strecke Yaoundé-Ngaoundéré), das ebenfalls über eine Asphaltstraße erreichbar ist. Im Osten führen Routen weiter nach Batouri und Yokadouma.

ReligionBearbeiten

Die Stadt ist seit 1983 Sitz eines katholischen Bistums, seit November 1994 eines Erzbistums (Erzbistum Bertoua).

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Regina Fuchs, Kamerun, Bielefeld 2001

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stichwort: Gamane. Online in: Deutsches Kolonial-Lexikon, Band I, Leipzig 1920, S. 677.