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Berthold Possemeyer

deutscher Konzertsänger und Hochschullehrer

Berthold Klemens Possemeyer (* 20. Mai 1951 in Gladbeck) ist ein deutscher Opernsänger (Bariton) und Hochschullehrer.

LebenBearbeiten

Berthold Klemens Possemeyer wurde als Sohn eines Bäckermeisters in Gladbeck geboren. Nach dem Abitur am Altsprachlichen Gymnasium Bottrop, dem heutigen Heinrich-Heine Gymnasium, studierte er Schul- und Kirchenmusik, Dirigieren und Musikwissenschaft, sowie Gesang an der Musikhochschule Köln bei Franz Müller-Heuser und Josef Metternich. Er errang Preise bei den Gesangswettbewerben in Berlin, ’s-Hertogenbosch, beim Internationalen Bachwettbewerb Leipzig und beim Mozartfest-Wettbewerb Würzburg. Zudem erhielt er 1981 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Musik. Es schlossen sich Meisterkurse und Privatstudien bei Elisabeth Schwarzkopf an.

Sein Debüt als Opernsänger gab er als Papageno und Eugen Onegin am Staatstheater Oldenburg. Später sang er an den Musiktheatern von Essen, Gelsenkirchen, Wiesbaden und Salzburg in Inszenierungen von Ulrich Brecht, Marcel Bluwal, Hans Korte, Giancarlo del Monaco sowie Sir Peter Ustinov unter Dirigenten wie Marc Albrecht, Ernst Märzendorfer, Rolf Reuter und Heinz Wallberg Partien des Lyrischen Kavalierbariton-Faches wie Rossinis Barbier und Dandini, Mozarts Guglielmo, Figaro und Conte Almaviva, Donizettis Malatesta, Leoncavallos Silvio, Lortzings Zar und Brittens Sid. Harry Kupfer verpflichtete ihn als Marcello in dessen Inszenierungen von Puccinis La Bohème an die Komische Oper Berlin und an die Volksoper Wien.

Engagements als Konzertsänger haben Berthold Possemeyer in die Musikzentren Europas, der USA und nach Israel geführt: Bachwochen Ansbach, Berliner Festwochen, Maifestspiele Wiesbaden, Rheingau Musik Festival, Schleswig-Holstein Musik Festival, Prager Frühling, Mostly Mozart London, Carnegie-Hall New York, Concertgebouw Amsterdam, Luzerner Festwochen. Er sang mit den Berliner Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, den Radiosinfonieorchestern von Berlin, Frankfurt, Hannover und Stuttgart, dem San Francisco Symphony Orchestra, den St. Petersburger Philharmonikern und der Academy of Ancient Music London unter Dirigenten wie Frieder Bernius, Herbert Blomstedt, Claus-Peter Flor, Uwe Gronostay, Leopold Hager, Christopher Hogwood, Eliahu Inbal, Neville Marriner, Yehudi Menuhin, Peter Neumann und Krzysztof Penderecki.

Possemeyer tritt mit dem Schauspieler Till Krabbe und anderen komödiantisch auf, zum Beispiel beim Rheingau Musik Festival.[1] Mit Sabine Fischmann und Pianist Marcus Neumeyer, genannt Holzhausen-Quartett nach dem Holzhausenschlösschen, spielten sie 2012 „Und wenn sie nicht gestorben sind ...“ Alle Märchen der Brüder Grimm in einem Kammermusical, mit Liedern von Schubert, Schumann und Brahms, sowohl im Goethe House[2] als auch in Wiesbaden als Benefizveranstaltung für die africa action.[3]

Seit 1988 lehrt Possemeyer an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, seit 1990 als Professor. Hier übernahm er zunächst im Fachbereich Musikpädagogik die sängerische Ausbildung von Schul- und Kirchenmusikern, Chorleitern und Gesangspädagogen. 2003 wechselte er in den Fachbereich Darstellende Kunst und Musiktheater und bildet seither dort angehende Konzert- und Opernsänger aus. Zu seinen Schülern zählen Björn Bürger, Sabine Fischmann, Markus Flaig, Tobias Hiller, Philipp Alexander Mehr, Eberhard Metternich, Georg Poplutz, Mischa Schelomjanski und Harald Schmitt.

Gemeinsam mit der Chansonsängerin Sabine Fischmann, dem Schauspieler Till Krabbe und dem Pianisten und Komponisten Markus Neumeyer gründete und bildet er das musik-literarische „Holzhausen-Quartett“, benannt nach dem Sitz der Frankfurter Bürgerstiftung, dem Holzhausen-Schlösschen Frankfurt, wo die Premieren ihrer jeweiligen Cross-Over-Musiktheater-Produktionen stattfinden: Die fromme Helene. Ein gutbürgerliches Kammermusical nach Wilhelm Busch (2006), Ein Sommernachtstraum. Durchtriebenes Kammermusical nach William Shakespeare (2010), Und wenn sie nicht gestorben sind. Alle 199 Märchen der Brüder Grimm in einem Kammermusical (2012), Was ihr wollt. Ein hemmungsloses Kammermusical nach William Shakespeare (2014). Mit diesen Produktionen absolvierte er Gastspiele in Deutschland, der Schweiz und in Italien (Südtirol).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ouverture 2007 / Die fromme Helene / Ein gutbürgerliches Kammer-Musical nach Wilhelm Busch (PDF; 4,7 MB) Rheingau Musik Festival. 2007. Archiviert vom Original am 22. Juli 2013.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rheingau-musik-festival.de Abgerufen am 27. März 2013.
  2. Und wenn sie nicht gestorben sind ... Alle Märchen der Brüder Grimm in einem Kammermusical. frankfurter-buerger-stiftung.de. Abgerufen am 27. März 2013.
  3. Gebrüder Grimm unterstützen die africa action / Das Holzhausen Quartett spendet die Eintrittsgelder. Freundeskreis Wiesbaden der africa action / Deutschland. Archiviert vom Original am 30. November 2012.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wi.africa-action.de Abgerufen am 27. März 2013.