Bernhard Stade

deutscher protestantischer Theologe und Alttestamentler

Bernhard Wilhelm Stade (* 11. Mai 1848 in Arnstadt; † 6. Dezember 1906 in Gießen) war ein deutscher protestantischer Theologe (Alttestamentler).

LebenBearbeiten

Bernhard Stade war ein Sohn des Organisten und Stadtkantors von Arnstadt Heinrich Bernhard Stade (1816–1882) und seiner Ehefrau Emma geb. Hülsemann, verwitw. Bärwinkel (1814–1889). Arnstadts Oberbürgermeister Julius Hülsemann (1824–1888) war ein Onkel.

Er studierte Evangelische Theologie in Leipzig, wo ihn besonders Kahnis und Fricke beeinflussten, und in Berlin und lehrte seit 1875 an der Theologischen Fakultät in Gießen. 1882/83 und 1896/97 wurde er zum Rektor der Universität gewählt. Stade begründete 1881 die renommierte Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft (ZAW).

SchriftenBearbeiten

  • (mit Carl Siegfried): Hebräisches Wörterbuch zum alten Testamente, Leipzig 1893.
  • Geschichte des Volks Israel, 2 Bände, Berlin 1887/88 (= Allgemeine Geschichte in Einzeldarstellungen).
  • De populo Javan parergon patris sermone conscriptum, Gießen 1880.
  • Lehrbuch der hebräischen Grammatik, Band 1, Leipzig 1879.
  • Über die alttestamentlichen Vorstellungen vom Zustande nach dem Tode, Leipzig 1877.

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Joachim Kraus: Geschichte der historisch-kritischen Erforschung des Alten Testaments von der Reformation bis zur Gegenwart. (1956) 3. erw. Aufl. Neukirchener Verl., Neukirchen-Vluyn 1982, ISBN 3-7887-0701-1, S. 283–288.
  • Rudolf Smend: Deutsche Alttestamentler in drei Jahrhunderten. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-53584-8, S. 129–142.

WeblinksBearbeiten