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Benediktinische Konföderation

Die Benediktinische Konföderation besteht aus Kongregationen des Benediktinerordens und ist föderalistisch organisiert. Ihre Mitglieder sind 19 selbständige Kongregationen mit zusammen 7147 Mönchen (Stand 2015)[1]. Des Weiteren sind ihr Benediktinerinnen-Föderationen, -Kongregationen und -Klöster mit insgesamt 13725 Ordensfrauen konsoziiert (Stand 2014)[2]. Die monastischen Kongregationen der Mönche werden jeweils von einem Abtpräses, Generalabt oder Generalprior geleitet. Gemeinsam bilden sie die „Benediktinische Konföderation“ (lat. Confoederatio Benedictina). Ihr oberster Repräsentant ist der Abtprimas, der seinen Sitz in der Primatialabtei Sant’Anselmo in Rom hat, die auch die gleichnamige Benediktineruniversität beherbergt. Derzeitiger Abtprimas (gewählt am 10. September 2016) ist Gregory Polan, zuvor Abt (1996–2016) der Abtei Conception, Schweizerisch-Amerikanische Kongregation.[3]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Papst Leo XIII. (1878–1903) veranlasste im Jahr 1893, dass alle Kongregationen des Benediktinerordens zu einer Konföderation zusammenzuschließen seien. Die Leitung übertrug er dem damaligen Abtprimas des Klosters Sant’Anselmo, dieser hatte aber nicht die Vollmacht eines Generalsuperiors und konnte nicht über die Klöster und selbständigen Ordenskongregationen verfügen. Mit einem eigens für die Benediktinerkonföderation geschaffenen Ordensgesetz, der „Lex propria benedictina“, wurde die Konföderation von Papst Pius XII. (1939–1958) im Jahre 1952 reglementiert.[4] Damit wurden klare Regelungen zum Verhältnis der Ordenskonföderation zur römischen Kurie und dem damit verbundenen Eigenrecht geschaffen. Das Gesetzeswerk wurde 1985 und erneut 2008 überarbeitet und von der heutigen Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens genehmigt. Die Benediktineräbte wählen auf ihrem alle vier Jahre stattfindenden Äbtekongress den Abtprimas, für zunächst 8 Jahre und dann ggf. für weitere vierjährige Amtszeiten.

Liste der in der Konföderation organisierten BenediktinerkongregationenBearbeiten

Literatur und QuellenBearbeiten

  • Confoederatio Benedictina. Fontes (in textu originali et in versione Germanica) ad historiam et ius vigens Confoederationis Benedictinae, edidit Suso Mayer O.S.B..., Typis Sancti Martini de Beuron MCMLVII / Die Benediktinische Konföderation. Quellen (im Originaltext und in deutscher Übersetzung) zur Geschichte und geltendem Recht der Benediktinischen Konföderation, hrsg. von Suso Mayer O.S.B..., Beuroner Kunstverlag, Beuron 1957.
  • Gerard Oesterle: Das päpstliche Eigengesetz für die Benediktinische Konföderation. In: Benediktinische Monatschrift, 28 Jg. (1952), S. 353–363.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Catalogus Monasteriorum O.S.B. Monachorum, 2015
  2. Catalogus Monasteriorum O.S.B. Sororum et Monialium, 2014
  3. Gregory Polan neuer Abtprimas der Benediktiner auf kathpress, abgerufen am 10. September 2016
  4. a b Art. Benediktinische Konföderation im Kloster- und Ordenslexikon des Portals Orden online, abgerufen am 12. September 2016.