Basis (Band)

deutsche Band

Basis war eine deutsche Hip-Hop-Band, die von 1997 bis 2001 existierte. Zu ihren erfolgreichsten und bekanntesten Stücken zählen: Wenn ich nur noch 1 Tag zu leben hätte, Ich liebe mich und Ich will Euer Leben nicht.

Basis
Basis Band.png

Allgemeine Informationen
Herkunft Hamburg
Genre(s) Hip-Hop
Gründung 1996
Auflösung 2001
Gründungsmitglieder
Vera „Missyna“ Holthaus
Gesang
Kami Manns
Gesang
Edson Sifre Garcia
Gesang
Ronny Gerulat

BandgeschichteBearbeiten

Basis gründeten sich Ende 1996. Die erste Besetzung traf sich im Eco Park von Poppenbüttel, um dort erste Demos aufzunehmen. Damals noch namenlos, kristallisierte sich mit Vera „Missyna“ Holthaus, Kami Manns, Edson Sifre Garcia und Ronny Gerulat ein festes Line-up. 1997 lernten sie den Produzenten Marcus Wolter kennen, dessen Produktionsfirma „Seegang“ sie unter Vertrag nahm. Deren Pressesprecherin und Inhaberin Kati Ahuis gab der Band den Namen „Basis“, der auf verschiedenen spaßigen Unterhaltungen der Gruppe basierte. Seegang bezahlte anschließend die Studiosessions und ließ mehrere Lieder aufnehmen, die meistens von Frontfrau Holthaus stammten. Daneben hatten sie noch Tanztraining bei Aydin Eser, um auf der Bühne und in den Videos auch optisch bestehen zu können.[1]

Es folgte ein erster Auftritt im Hamburger Fitnessstudio Kaifu. Anschließend ließ sich Markus Wolter vom Song Es geht nur noch einmal von Miss D-Pheat inspirieren und bat Holthaus, einen Song mit ähnlichem Thema für Basis zu schreiben. Der Song wurde schließlich zu Wenn ich nur noch einen Tag zu leben hätte, der Debütsingle der Gruppe. Im Sommer 1997 wurde die Gruppe schließlich bei Polydor unter Vertrag genommen, die sie quasi zu einem Nachfolger der gerade im Trennungsstreit befindlichen Tic Tac Toe aufbauen wollten. Zu ihrer Debütsingle wurde im August 1997 auch ein Video produziert, das auf den Musiksendern VIVA und MTV Airplay bekam. Die zwei Wochen später erschienene Single erreichte Platz 17 in den deutschen Charts. Die folgenden Singles Ich liebe mich und Ich will Euer Leben nicht sowie das Album Hier kommt die Basis waren ebenfalls erfolgreich. Anschließend wurden sie von Manager Alex Grob betreut.[1] 1998 wurde die Gruppe im Rahmen der Preisverleihung VIVA Comet mit dem Nachwuchspreis der Volkswagen Sound Foundation ausgezeichnet.[2][3]

1998 verließ Manns die Gruppe, um eine Solokarriere zu starten.[3] Zu dritt veröffentlichten sie 1999 ihr zweites Album Phase II und konnten mit der Single Ich will Euer Leben nicht noch einmal an ihre alten Erfolge anknüpfen.

Im Jahr 1999 verschwand Bandmitglied Garcia spurlos[4], tauchte einige Wochen später aber wieder auf. Sein Manager erklärte, er habe sich bei einer freien christlichen Gemeinde in Köln aufgehalten.[5]

1999 trennte sich aber auch Holthaus von der Band und unterschrieb bei Zeitgeist/Polydor einen Solokünstlervertrag.[6] Dies besiegelte das Ende der Gruppe. Anfang 2001 erschien die Kompilation Ich liebe mich.[7]

Die Zeit nach BasisBearbeiten

Manns Solokarriere umfasste zwei Singles, eine davon mit Purple Schulz. Sie hat anschließend von 2002 bis 2007 Schauspielerei und Choreografie an der Ernst-Busch-Hochschule für Schauspiel in Berlin und der École Nationale Supérieure des Arts et Techniques du Théâtre in Frankreich studiert und ist heute als Regisseurin und Schauspielerin tätig.[8][3] Holthaus hat unter dem Künstlernamen Missyna 2001/02 zwei Singles veröffentlicht.[9] Mit der Single Das Leben konnte sie zwar Platz 46 der deutschen Charts erreichen, wurde aber dennoch von ihrer Plattenfirma entlassen. Danach beendete sie ihre musikalische Karriere.[10]

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
1998 Hier kommt die Basis DE45
(5 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 30. März 1998
1999 Phase 2 DE73
(2 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 20. September 1999

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
2001 Ich liebe mich
Erstveröffentlichung: 26. März 2001

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH
1997 Wenn ich nur noch 1 Tag zu leben hätte
Hier kommt die Basis
DE17
(10 Wo.)DE
AT34
(2 Wo.)AT
CH23
(8 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 20. Oktober 1997
1998 Ich liebe mich
Hier kommt die Basis
DE31
(9 Wo.)DE
CH17
(7 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 16. Februar 1998
Kein Weg zu weit
Hier kommt die Basis
DE95
(2 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 15. Juni 1998
Routines Rotationsstufe Rot
Phase 2
Erstveröffentlichung: 20. Juli 1998
Ich will euer Leben nicht
Phase 2
DE28
(9 Wo.)DE
CH34
(5 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 31. Dezember 1998
1999 Ich lieb` dich immer noch
Phase 2
DE63
(4 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 9. August 1999

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Bandbiografie. Offizielle Website von Vera Holthaus, archiviert vom Original am 3. Juni 2010; abgerufen am 20. August 2017.
  2. Ruth Emundts: Kunstsponsoring: "das Volkswagen-Kultur-Engagement" - eine Fallstudie. LIT Verlag Münster, 2000, ISBN 978-3-8258-5159-0, S. 42.
  3. a b c Bio. Offizielle Website von Kim Manns, abgerufen am 20. August 2017.
  4. Hamburg in Kürze. (Nicht mehr online verfügbar.) Hamburger Morgenpost, archiviert vom Original am 2. Januar 2010; abgerufen am 20. August 2017.
  5. Hamburg in Kürze. (Nicht mehr online verfügbar.) Hamburger Morgenpost, archiviert vom Original am 2. Januar 2010; abgerufen am 20. August 2017.
  6. Basis. (Nicht mehr online verfügbar.) Offizielle Homepage von Missyna, archiviert vom Original am 20. August 2017; abgerufen am 20. August 2017.
  7. Basis: Ich liebe mich. Musik-sammler.de, abgerufen am 20. August 2017.
  8. Kami Manns in der Internet Movie Database (englisch)
  9. Missyna bei Discogs
  10. Start. (Nicht mehr online verfügbar.) Offizielle Website von Missyna, archiviert vom Original am 20. August 2017; abgerufen am 20. August 2017.