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Ostroměř–Jičín[1][2]
Kursbuchstrecke (SŽDC):041
Streckenlänge:17,499 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:C3
Höchstgeschwindigkeit:80 km/h
Strecke – geradeaus
von Hradec Králové (vorm. BCB)
   
von Trutnov-Poříčí (vorm. ÖNWB)
Bahnhof, Station
0,000 Ostroměř früher Wostroměř
   
nach Velký Osek (vorm. ÖNWB)
Brücke über Wasserlauf (mittel)
Javorka
Haltepunkt, Haltestelle
2,214 Sobčice früher Sobschitz
Haltepunkt, Haltestelle
4,004 Vojice
Haltepunkt, Haltestelle
6,225 Kovač früher Kowač
Bahnhof, Station
9,466 Butoves früher Butowes-Tuř
Haltepunkt, Haltestelle
13,065 Vitiněves früher Witinowes
Straßenbrücke
Silnice I/16
   
von Veleliby (vorm. BCB)
Bahnhof, Station
17,499 Jičín
Strecke – geradeaus
nach Turnov (vorm. LB Jičín–Rowensko–Turnau)

Die Bahnstrecke Ostroměř–Jičín ist eine eingleisige Nebenbahn („regionální dráha“) und frühere Hauptbahn („celostátní dráha“) in Tschechien, die ursprünglich von der k.k. priv. Österreichischen Nordwestbahn (ÖNWB) erbaut und betrieben wurde. Sie verläuft von Ostroměř nach Jičín. Die Strecke ist Teil der Verbindung von Hradec Králové nach Turnov.

GeschichteBearbeiten

Am 17. Dezember 1871 wurde die Strecke eröffnet. Den Betrieb führte die ÖNWB selbst aus. Nach deren Verstaatlichung 1908 gehörte die Strecke zum Netz der k.k. Staatsbahnen (kkStB).

Im Jahr 1912 wies der Fahrplan der Lokalbahn insgesamt sieben gemischte Zugpaare 2. und 3. Klasse über die Gesamtstrecke aus. Sie benötigten für die 18 Kilometer lange Strecke 36–37 Minuten.[3]

 
Reisezug im Bahnhof Ostroměř (2009)

Nach dem für Österreich-Ungarn verlorenen Ersten Weltkrieg gelangte die Strecke ins Eigentum der neu begründeten Tschechoslowakischen Staatsbahnen (ČSD). Ende der 1920er Jahre kam es zu einer signifikanten Verdichtung des Fahrplanes als auch zu einer deutlichen Fahrzeitverkürzung. Zum Teil kamen nun auch moderne Motorzüge zum Einsatz. Der Winterfahrplan von 1937/38 verzeichnete insgesamt elf Zugpaare, die nun zumeist von Hradec Králové nach Turnov durchgebunden waren.[4]

Während des Zweiten Weltkrieges lag die Strecke zur Gänze im Protektorat und wurde von den nunmehrigen Protektoratsbahnen Böhmen und Mähren (ČMD-BMB) betrieben.

Am 1. Januar 1993 ging die Strecke im Zuge der Auflösung der Tschechoslowakei an die neu gegründeten České dráhy (ČD) über. Seit 2003 gehört er zum Netz des staatlichen Infrastrukturbetreibers Správa železniční dopravní cesty (SŽDC).

Im Fahrplan 2013 wird die Strecke werktags im Stundentakt von Personenzügen der Relation Hradec Králové–Jičín (–Turnov) bedient. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen verkehren zweistündlich Züge.[5]

Die Strecke wurde 2014 zur Nebenbahn herabgestuft.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Zdeněk Hudec u. a.: Atlas drah České republiky 2006–2007, 2. Auflage; Verlag Pavel Malkus, Praha, 2006, ISBN 80-87047-00-1
  2. Artarias Eisenbahnkarte von Österreich-Ungarn und den Balkanstaaten, mit Stationsverzeichnis; Artaria & Co., Wien 1913
  3. Fahrplan 1912 der kkStB – gültig ab 1. Mai 1912
  4. Winterfahrplan 1937/38 der ČSD – gültig ab 3. Oktober 1937
  5. Fahrplan 2013 der ČD (Memento des Originals vom 8. Oktober 2006 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.cdrail.cz (PDF; 568 kB)
  6. [1]