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Bochum–Gelsenkirchen
Strecke der Bahnstrecke Bochum–Gelsenkirchen
Streckennummer (DB):2153
Kursbuchstrecke (DB):428
Streckenlänge:17,8 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
            
Güterzugstrecke nach Ruhrort
            
Rhein-Herne-Kanal
            
33,1 Abzw Nordstern
            
nach Gelsenkirchen-Hessler und Essen Hbf
            
31,9 Gelsenkirchen-Schalke Nord
            
Gelsenkirchen-Schalke
            
Bahnstrecken über Rhein-Herne-K. nach Dorsten
            
und nach Gelsenkirchen-Horst Nord
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Zechenbahn zum Schacht Graf Bismarck III
            
29,8 Gelsenkirchen-Bismarck
            
29,6 Gelsenkirchen-Zoo
            
27,8 Wanne Unser Fritz
            
Gelsenkirchen Hbf
            
ehem. nach Gelsenkirchen-Wattenscheid (s. u.)
            
ehem. nach Essen-Kray Nord
            
Abzw Bickern nach Schalke / Abzw Unser Fritz
            
ehem. nach Gelsenkirchen-Wattenscheid (s. u.)
            
ehem. nach Wanne-Röhlinghausen (s. u.)
            
Wanne-Eickel Hbf
            
25,3 Abzw Crange
            
Recklinghausen an Bahnstrecke nach Münster
            
23,5 Abzw Herne-Rottbruch Hgn
            
            
Herne an Bahnstrecke Duisburg–Dortmund
            
Herne-Rottbruch auf Autobahnbrücke
            
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22,4 Herne-Rottbruch
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21,1 Südstraße
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20,4 BÜ Rensingstraße
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20,4 Bochum-Riemke
(bis 1993 BO-Graetz, bis 2009 BO NOKIA)
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19,3 Bochum-Riemke Nord
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Strecke von Wanne-Röhlinghausen (s. u.)
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18,5 Bochum-Riemke (ehem. Pers.-Halt)
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zur Rheinischen Bahn
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17,3 Bochum-Hamme
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Rheinische Bahn Osterath–Dortmund Süd
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16,4 Anst Bochum Heintzmann
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16,0 Bochum West (ehem. Bochum Gussstahl)
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15,9 Awanst Bochumer Verein
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Hauptstrecke von Dortmund
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Bochum Hbf
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(Strecke 1979 zum neuen Hbf verlegt)
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15,3 Bochum Süd (ehem. Bochum BME)
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Hauptstrecke nach Essen

Die Bahnstrecke Bochum–Gelsenkirchen bezeichnet zum einen die Personenzugverbindung Glückauf-Bahn von Bochum Hauptbahnhof nach Gelsenkirchen Hauptbahnhof (Regionalbahnlinie RB 46), zum anderen die Güterzugverbindungen von Bochum Gbf beim ehemaligen Bahnhof Bochum Süd und Bochum-Präsident nach Gelsenkirchen-Schalke Nord.

Die Bahnstrecke wurde zwischen 1867 und 1876 in Abschnitten von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn erbaut. Die Verbindungskurve zum Bochumer Hauptbahnhof wurde erst 1979 in Betrieb genommen.

Bahnstrecke Bochum–GelsenkirchenBearbeiten

PersonenverkehrBearbeiten

Nokia- und Glückauf-BahnBearbeiten

Bis 1978 verkehrten Personenzüge der DB von Bochum-Langendreer über Bochum Nord und Bochum-Riemke nach Wanne-Eickel. Nach dem Neubau einer Verbindungskurve vom Bochumer Hauptbahnhof auf die Strecke in Richtung Riemke im Jahre 1979 führte die Personenzugverbindung von Bochum Hauptbahnhof bis Herne.

Der an diesem Abschnitt befindliche Haltepunkt Herne-Rottbruch stellte einen betrieblichen Sonderfall dar, denn er befand sich mitten auf einer Brücke über die Bundesautobahn 43.

Ab 1990 fuhren die Züge von Bochum Hbf über Wanne-Eickel nach Gelsenkirchen Hauptbahnhof. Die Direktverbindung nach Herne wurde dadurch der 1989 eröffneten Stadtbahnlinie U35 überlassen.

Anfang der 1990er Jahre war der an der Strecke ansässige Elektronikhersteller Nokia Sponsor bei der Modernisierung des Fuhrparks. Dieser bestand zunächst aus drei Fahrzeugen der Baureihe 515, dann Dieseltriebwagen der Baureihe 628. Das Sponsoring erstreckte sich auf den bisherigen Haltepunkt Bochum Graetz, der zu Bochum NOKIA umbenannt wurde, und auf die Bahnverbindung selbst, die fortan als „Nokia-Bahn“ vermarktet wurde. Nach dem Rückzug von Nokia aus Bochum Ende 2008 erhielt die Linie den Namen „Glückauf-Bahn“ und der Haltepunkt heißt seit dem Fahrplanwechsel 2009/10 Bochum-Riemke.

Seit 2005 betreibt Abellio Rail NRW die Linie RB 46 im Emscher-Ruhrtal-Netz mit drei Fahrzeugen vom Typ CORADIA LINT 41/H, sowie an Wochenenden und Feiertagen mit Stadler FLIRT EMU 2.

Emschertal-BahnBearbeiten

Der Abschnitt (Wanne-Eickel)–Gelsenkirchen-Zoo–(Dorsten) wird im Personenverkehr von der Regionalbahnlinie RB 43 „Emschertal-Bahn“ genutzt. Bis 1988 fuhren die Züge (damals Akkutriebwagen der Baureihe 515) vom nördlichsten Gleis des Wanne-Eickeler Hauptbahnhofes über eine Verbindungskurve direkt zum Haltepunkt Wanne-Unser Fritz. Heute ist die Verbindungskurve abgebaut und der Haltepunkt stillgelegt. Seit der Stilllegung fahren die Personenzüge vom südlichsten Bahnsteig in Wanne-Eickel über die längere, südliche Verbindungskurve ohne Halt bis Gelsenkirchen Zoo.

GüterverkehrBearbeiten

Im Güterverkehr wird die Bahnstrecke 2153 ausgehend vom Rangierbahnhof Bochum-Langendreer befahren. Unter Umfahrung der Personenbahnhöfe von Wanne-Eickel und Herne wird direkt Recklinghausen oder Gelsenkirchen-Bismarck erreicht.

Bahnstrecke Bochum-Riemke – Wanne-EickelBearbeiten

Bochum-Riemke–Wanne-Eickel
Streckennummer:2154
Kursbuchstrecke (DB):233a, 233c
Streckenlänge:6,3 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Gelsenkirchen – Gelsenkirchen-Wattenscheid – Wanne-Eickel
Streckennummer:2232
Streckenlänge:10,1 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Streckenübersicht 2232 (links und mitte), 2154 (rechts)
8,4 Wanne-Eickel Hbf
6,7 Gelsenkirchen Hbf Abzw.Pluto
6,3 Mannesmann Stahlwerk Wanne-Eickel
5,7 Wanne-Röhlinghausen
Zeche Königsgrube
4,8 Zeche Hannover
4,1 Wanne-Eickel Süd
nach Gelsenkirchen (s. o.)
2,1 Bochum-Riemke
zur Rheinischen Bahn
Bochum-Hamme
Gelsenkirchen-Wattenscheid *
Rheinische Bahn Osterath–Dortmund Süd
weiter wie oben nach Bochum Hbf
* mit Carolinenglücker Bahn
 
Malakowturm der Zeche Hannover; rechts und links führten die Bahnstrecken vorbei

Die Nebenbahn Bochum-Riemke–Wanne-Eickel über Wanne-Röhlinghausen wurde zwischen 1886 und 1960 im Personen- und Güterverkehr betrieben. Die Kilometrierung beginnt am ehemaligen Bahnhof Bochum Präsident. Neben Personenverkehr von Bochum-Langendreer nach Wanne-Eickel sorgten die Anschlüsse der Zeche Hannover (bis 1973) und des Mannesmann-Stahlwerks Wanne-Eickel (bis zu dessen Schließung 1980) für regen Güterverkehr. An der Zeche Hannover führte die Strecke östlich vorbei und ist am heute noch erhaltenen Malakowturm der Zeche erkennbar. Westlich der Zeche und der Nachbarzeche Königsgrube lag die z. T. weniger als 100 m entfernte Bahnstrecke Gelsenkirchen-Wattenscheid – Wanne-Eickel (Strecke 2232, siehe unten). In Wanne-Eickel unterquerte die Bahnstrecke Bochum-Riemke–Wanne-Eickel auf der heutigen Görresstraße zunächst den Südast der Hauptbahn Gelsenkirchen Hbf–Wanne-Eickel Hbf (exakt unter der Stelle, an der auch die parallel Strecke 2232 hochgelegen in den Südast einfädelte), dann den Abzweig Bickern, um dann an der Plutostraße auf den Nordast der Strecke Gelsenkirchen Hbf–Wanne-Eickel Hbf einzufädeln. Wanne-Eickel Hbf wurde von dieser Bahnstrecke von Westen aus erreicht, anders als die heute betriebene „Glückaufbahn“, welche Wanne-Eickel Hbf aus östlicher Richtung erreicht.

Bahnstrecke Gelsenkirchen – Gelsenkirchen-Wattenscheid – Wanne-EickelBearbeiten

Diese nur 10 km lange und eingleisige Strecke von Gelsenkirchen Hbf über den südlich auf der Stadtgrenze gelegenen Bahnhof Gelsenkirchen-Wattenscheid an der Bahnstrecke Essen-Kray Nord–Bochum Langendreer und wieder nördlich nach Wanne-Eickel wurde bis auf ein kurzes Intermezzo um das Jahr 1880 ausschließlich im Güterverkehr betrieben. Allerdings ist sie im Jahre 1949 vorübergehend für Pilgerzüge zum Katholikentag in Bochum genutzt worden, weil die Verbindung über Wanne – Riemke – Bochum überlastet war. Damaliges Ziel war der Katholikentagsbahnhof. Ursprünglich als Zechenbahn erbaut (Carolinenglücker Bahn, siehe unten), wurde der Abschnitt nach Gelsenkirchen-Wattenscheid bereits in den 1960er Jahren abgebaut. Der Streckenteil zum Gussstahlwerk (heute Wissenschaftspark) wurde bis 1986 befahren. Jenseits des Werksgeländes erreichte die gegenwärtig als Radweg genutzte Trasse zwischen Rheinelbehalde und heutiger Gesamtschule Ückendorf - hier unterfuhr sie die Kray-Wanner-Bahn - den obigen Bahnhof. Östlich von diesem war die Verbindung entlang der Zechen Hannover und Königsgrube bis 1990 sogar elektrifiziert in Betrieb.

Carolinenglücker BahnBearbeiten

Vom Bahnhof Gelsenkirchen-Wattenscheid führt eine Zechenanschlussbahn östlich zur nahen Zeche Carolinenglück. Zusammen mit den benachbarten Zechen Hannover, Holland und Rheinelbe hatte die Zeche Carolinenglück in den 1850er Jahren eine Anschlussbahn nach Gelsenkirchen CME (heute Gelsenkirchen Hauptbahnhof) errichtet. An sie wurde 1867 die Rheinische Bahn Osterath–Dortmund Süd angeschlossen. Teile der Bahn an der Zeche Carolinenglück bildeten Anfang des 20. Jahrhunderts die Grundlage der Erzbahn.

WeblinksBearbeiten

NRWbahnarchiv von André Joost: