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Der Bahnhof Meuselwitz ist ein ehemaliger Eisenbahn-Verkehrsknotenpunkt im heutigen Landkreis Altenburger Land im Freistaat Thüringen. Der Bahnhof war an vier Eisenbahnstrecken angeschlossen. Seit 2002 ist im Bahnhof der Zugbetrieb eingestellt. Heute wird die Station nur noch für die Kohlebahn Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen im Museumsbetrieb bedient.

Meuselwitz
Bahnhof Meuselwitz
Bahnhof Meuselwitz
Daten
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung LMSW
Eröffnung 19. Juni 1872
Auflassung 14. Dezember 2002
Lage
Stadt/Gemeinde Meuselwitz
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 2′ 23″ N, 12° 17′ 35″ OKoordinaten: 51° 2′ 23″ N, 12° 17′ 35″ O
Höhe (SO) 183 m
Eisenbahnstrecken

Bahnhöfe in Thüringen

Inhaltsverzeichnis

BahnhofsnamenBearbeiten

Der Bahnhof Meuselwitz trug folgende Namen:

  • bis 1929: Meuselwitz
  • bis 1953: Meuselwitz (Thür)
  • seit 1953: Meuselwitz

GeschichteBearbeiten

Der Bahnhof Meuselwitz wurde am 19. Juni 1872 gemeinsam mit der Bahnstrecke Zeitz–Altenburg eröffnet. Am 7. September 1874 wurde die Bahnstrecke nach Leipzig (Meuselwitz–Gaschwitz) und am 17. Oktober 1887 die Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg eröffnet. Seit Juni 1942 führte die Kohlebahn Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen durch das nördliche Meuselwitz-Altenburger Braunkohlerevier.

Aufgrund des Braunkohleabbaus wurde der Abschnitt Meuselwitz–Großröda der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg im Jahr 1965 stillgelegt. Durch den Aufschluss der Tagebaue Zwenkau und Groitzscher Dreieck wurde die Bahnstrecke nach Leipzig in den 1970er Jahren zwischen Lucka und Groitzsch unterbrochen und abgetragen. Danach wurde die Strecke bis Lucka bis zum 23. Mai 1993 im Güterverkehr betrieben.

Anfang 2004 wurde der Personenverkehr zwischen Altenburg und Zeitz eingestellt. Auf dem Teilstück Zeitz (Profen)–Meuselwitz verkehrten bis 2013 noch Kohlezüge zur Versorgung des Kraftwerkes in Mumsdorf[1] und vereinzelte Züge zur Schotterrecyclinganlage Kriebitzsch.

Die Strecke Altenburg–Meuselwitz wird als Bahnhofsgleis des Bahnhofes Altenburg, die Strecke Meuselwitz–Tröglitz als Bahnhofsgleis des Bahnhofes Tröglitz im Güterverkehr befahren.

Die Kohlebahn Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen ist die letzte Bahnstrecke in Meuselwitz, auf der Personenverkehr stattfindet. Sie wird im Museumsbetrieb befahren. Der Bahnhof Meuselwitz wurde zum Kulturbahnhof ausgebaut. Das stattliche Empfangsgebäude und ein durch die Kohlebahn genutzter Lokschuppen sind bis heute erhalten.[2][3] Der Bahnhofsteil, in dem die Züge der Bahnstrecke Gaschwitz–Meuselwitz über Groitzsch hielten, wurde im Jahr 2009 durch die Kohlebahn auf eine Spurweite von 900 mm umgespurt.[4]

AnlagenBearbeiten

Der Bahnhof liegt südlich des Ortes, das Empfangsgebäude nördlich der Strecke Zeitz–Altenburg. Die Strecke von Gaschwitz endete östlich des Empfangsgebäudes, dort gab es mehrere Stumpfgleise. Zwischen den Strecken nach Gaschwitz und Altenburg lag ein Betriebswerk mit Ringlokschuppen. Für den Güterverkehr waren in Süden des Bahnhofes zahlreiche Abstellgleise vorhanden. Sie werden heute durch die Waggonbau Altenburg zum Abstellen genutzt.

HochbautenBearbeiten

Das Empfangsgebäude aus dem Jahr 1872 erfuhr um die Wende zum 20. Jahrhunderts mehrere Erweiterungen. Es ist bis heute erhalten, jedoch im Verfall begriffen. Weitere Hochbauten sind Güterschuppen, Wirtschaftsgebäude, Wohnhäuser, ein Ringlokschuppen mit Drehscheibe, ein Kohlenschuppen und mehrere Stellwerke. Zeitweise wies der Bahnhof mehr als 30 Gleise auf.

StellwerkeBearbeiten

In Meuselwitz entstanden folgende Stellwerke:[5]

Bezeichnung Funktion Typ Außerbetriebnahme
B3 Fdl mech Januar 2013
W1 Ww mech Januar 2013
W2 Ww mech Januar 2013

BilderBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Meuselwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten