Autolyse

biochemischer enzymatischer Prozess

Als Autolyse (griechisch αυτόλυσις ‚Selbstauflösung‘) bezeichnet man die Selbstauflösung abgestorbener Körperzellen durch Enzyme, die im Gewebe schon vorhanden sind, ohne die Beteiligung von Bakterien oder anderen Lebewesen. Der Zelltod kann durch den programmierten Zelltod oder Nekrose erfolgen. Die Selbstverdauung geschieht durch lysosomale Enzyme wie Cathepsine und andere Peptidasen. Die Autolyse ist einer der ersten Verwesungsprozesse nach dem Tod. Kontrolliert erfolgt sie bei bestimmten Fermentationsverfahren, beispielsweise zur Herstellung Tausendjähriger Eier.[1]

BelegeBearbeiten

  1. 10 gewöhnungsbedürftige Speisen aus aller Welt - Spektrum der Wissenschaft. In: spektrum.de. Abgerufen am 31. Januar 2020.

Siehe auchBearbeiten