Als Aufstelldach wird das Dach eines Kraftfahrzeugs bzw. Wohnwagens bezeichnet, wenn es bei Stillstand des Fahrzeugs bzw. Wohnanhängers nach oben geklappt werden kann, um im ansonsten niedrigeren Innenraum Stehhöhe zu erreichen. Umgangssprachlich wird ein Aufstelldach auch als Hubdach bezeichnet.

Reisemobil mit Aufstelldach nahezu über die gesamte Fahrzeuglänge.
VW-Campingbus mit hinten angeschlagenem Aufstelldach.
Wohnwagen (Eriba) mit Aufstelldach

EinsatzgebieteBearbeiten

Aufstelldächer werden hauptsächlich bei kleineren Wohnmobilen und Wohnwagen eingesetzt.

VorteileBearbeiten

Durch ein Aufstelldach lassen sich niedrige Bauhöhe des Fahrzeugs während der Fahrt mit ausreichender Stehhöhe im Stand kombinieren. Gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug mit festem, hohen Dach reduziert sich dadurch der Kraftstoffverbrauch. Je nach Konstruktion des Dachs lassen sich auch zusätzliche Schlafplätze darunter unterbringen. Durch die niedrige Bauhöhe können vielfach auch Tiefgaragen und Parkhäuser befahren werden. Des Weiteren werden häufig bei Fährüberfahrten für Fahrzeuge über einer bestimmten Höhe deutlich höhere Tarife in Rechnung gestellt.

NachteileBearbeiten

In der Regel bestehen die faltbaren Wände im Bereich des Aufstelldachs aus Zeltplane und bieten daher eine wesentlich schlechtere Wärmedämmung als die festen Wände. Deshalb sind Campingfahrzeuge mit Aufstelldach meist nicht für Wintercamping geeignet. Wurde das Aufstelldach in nassem Zustand heruntergeklappt, so muss es so bald wie möglich wieder zum Trocknen aufgeklappt werden, damit sich keine Stockflecken bilden.

Diese Nachteile lassen sich weitestgehend durch dein Einsatz von sogenannten Covern oder Mützen ausgleichen. Dabei werden Stoffhauben über das Aufstelldach gezogen, die den Regen vom Zeltbalg fern und diesen somit trocken halten. Außerdem kann durch die isolierende Luftschicht die zwischen dem Cover und dem Zeltbalg entsteht auch eine relativ gute Wärmeisolation erreicht werden.

Siehe auchBearbeiten