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Nudelauflauf, mit Käse im Ofen überbacken.

Ein Auflauf ist ein im Backofen gegartes, salzig oder süß abgeschmecktes Gericht.

Im engeren Sinne ist er mit dem Soufflé gleichzusetzen; Erhard Gorys tut dies in seinem Werk Das neue Küchenlexikon und leitet dabei auch den Namen „Auflauf“ vom „auflaufen“, also dem Aufgehen der Eischnee-haltigen Auflaufmasse her.

Im weiteren Sinne werden jedoch auch andere im Ofen gegarte Gerichte als Aufläufe bezeichnet, z. B. die Gratins; charakteristisch ist in diesem Fall die Anordnung der verschiedenen Zutaten in mehreren Schichten.

Weit verbreitete Aufläufe sind Nudel-, Reis- und Kartoffelauflauf, eine Variante ist das Gratin. Ein süßer Auflauf ist z. B. der Scheiterhaufen, ein Gericht der österreichischen Küche, bei dem Brot- und Apfelscheiben aufgeschichtet werden, oder der Grießauflauf.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Schinkenbegräbnis: Kartoffelauflauf mit Schinken und Bauchspeck

Aufläufe entstanden aus gefüllten Pasteten, die bereits Teil der mittelalterlichen Küche waren. Erste Auflaufrezepte sind aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts erhalten. Diese ersten Auflaufrezepte hatten als Grundmasse einen gepressten Reisbrei, der mit süßer oder herzhafter Füllung in feuerfesten Töpfen zubereitet wurde.[1] Ende des 19. Jahrhunderts war der Auflauf in englischsprachigen Kochbüchern vertreten. Heute ist der Auflauf ein fester Bestandteil der Küche und das einzige „Nationalgericht“ mit nordamerikanischen Wurzeln.[2]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Aufläufe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Foodtimeline.org
  2. Rachel Nolan: The many-layered story of the casserole, a longtime staple of American cuisine. In: The Daily. 6. Mai 2012, archiviert vom Original am 5. Januar 2013; abgerufen am 19. Februar 2017.