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Als Assibilierung, Assibilation (von lateinisch ad „hinzu“ und sībilāre „zischen“) oder Zetazismus (nach Zeta, dem sechsten Buchstaben des griechischen Alphabets) wird in der Phonetik der Wandel eines Lautes in einen Zischlaut (Sibilant, z. B. sVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ, zVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ, ʃVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ, ʒVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ usw.), meist im Ergebnis einer Palatalisierung, bezeichnet. Insbesondere wird damit der Wandel der velaren Verschlusslaute ɡVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ und kVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ vor Vorderzungenvokalen (palatale Vokale, z. B. [e], [i]) zu Zischlauten bezeichnet. Assibilierungsvorgänge können in Kombination mit einer Affrizierung ablaufen, in welchem Fall eine sibilantische Affrikate (z. B. t͡sVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ, t͡ʃVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ, d͡ʒVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ usw.) entsteht.

Beispiele:

Assibilierung tritt z. B. auch bei der deutschen Aussprache der Endung -tion wie in Generation als [-t͡si̯oːn] auf. Sie hat hier den Charakter einer Epenthese (Lauteinschiebung zur Erleichterung der Aussprache) von sVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ zwischen dem Verschlusslaut tVorlage:IPA-Zeichen/Wartung/typ und dem palatalen Halbvokal []. Ähnliche Phänomene finden sich auch in anderen Sprachen, beispielsweise die Aussprache von -tion als [-ʃən] im Englischen, von -tion als [-sjɔ̃] (neben unassibiliertem [-tjɔ̃] in bestimmten Fällen) im Französischen oder von -tie (wie in generatie) als [-t͡si] im Niederländischen.

LiteraturBearbeiten

  • Hadumod Bußmann (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: Lexikon der Sprachwissenschaft. 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7, S. 64 (Stichwort Assibilation).

EinzelnachweiseBearbeiten