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Arthur Benz

deutscher Politikwissenschaftler

LebenBearbeiten

Arthur Benz studierte zwischen 1974 und 1979 Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Nach seinem abgeschlossenen Studium wurde er bis 1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentralinstitut für Raumplanung an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

In dieser Zeit wurde er im September 1983 an der Universität-Gesamthochschule Duisburg promoviert. Im April 1984 trat er eine Stelle als Forschungsreferent am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer an. Mitte 1987 wurde er dort Hochschulassistent.

Von April 1990 an war Benz ein Jahr Gastforscher am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Im Januar 1993 habilitierte er sich an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und wurde im selben Jahr Professor für kommunale und regionale Entwicklungspolitik und Infrastrukturplanung an der Universität Konstanz, Fakultät für Verwaltungswissenschaft. Im Oktober 1995 wurde er Professor für Regierungslehre und Policyforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg am Institut für Politikwissenschaft. Dies blieb er, bis er im November 1999 Professor für Politikwissenschaft an der Fernuniversität Hagen wurde. 2010 nahm er einen Ruf an die TU Darmstadt an.

2007 erhielt Arthur Benz den John G. Diefenbaker Award und war ein Jahr Gastforscher an der Carleton University Ottawa. 2014/5 forschte er als Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz.

Arthur Benz war 2003–2006 stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft. Zwischen 2003 und 2004 wirkte er als Sachverständiger in der Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung mit.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Politik in Mehrebenensystemen, vergleichende Föderalismusforschung und der Wandel des Staates.

ProjekteBearbeiten

  • Linking National and International Administrations II (2017–2020; Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft) (Mitarbeiter: Timo Alexander Richter / Sebastian Widmuch)[1]
  • Überlokales Handeln und lokale Innovationen im Klimawandel (zusammen mit Prof. Dr. Michèle Knodt 2015–2018; Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft) (Mitarbeiter: Jörg Kemmerzell / Anne Hofmeister / Andreas Corcaci)[2]
  • Linking National and International Administrations (2014–2017; Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft) (Mitarbeiter: Andreas Corcaci / Jan Wolfgang Doser)[3]
  • Städtewettbewerb, Städtenetze und lokales Politiklernen im Klimawandel (2012–2015; Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)
  • Varianten und Dynamiken der Politikverflechtung (2012–2014, Finanzierung: Fritz Thyssen Stiftung) (Mitarbeiter: Jessica Detemple und Dominic Heinz)
  • Muster der Verfassungsreform von föderalen Staaten (2008–2011; Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)
  • Europäisierung der Arbeit nationaler Parlamente, (2001–2003; Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

PublikationenBearbeiten

  • The Art of Keeping the Balance. Constitutional Policy in Multilevel Government, Oxford, Oxford University Press 2016.
  • (mit Jessica Detemple und Dominic Heinz) Varianten und Dynamiken der Politikverflechtung in Deutschland, Baden-Baden, Nomos 2016.
  • (hrsg. mit Jörg Broschek) Federal Dynamics: Continuity, Change, and the Varieties of Federalism, Oxford, Oxford University Press 2013.
  • (hrsg. mit César Colino) Federalism and Constitutional Change: Theoretical and Comparative Perspectives, “Regional and Federal Studies” Special Issue 21 (4–5), London, Routledge 2011.
  • (hrsg. mit Nathalie Behnke) Federalism and Constitutional Change, in Publius. The Journal of Federalism, Special Issue 39 (2), Oxford, Oxford University Press 2009.
  • Politik in Mehrebenensystemen, Wiesbaden, VS Verlag für Sozialwissenschaften 2009.
  • Der moderne Staat, München, Wien, Oldenbourg 2008 (2. rev. Aufl., 1. Auf. 2001, spanische Ausgabe Madrid 2010).
  • (hrsg. mit Yannis Papadopolous) Governance and Democracy - Comparing National, European and Transnational Experiences, London, Routledge, 2006.
  • Kooperative Verwaltung. Funktionen, Voraussetzungen und Folgen, Baden-Baden, Nomos 1994.
  • (mit Fritz W. Scharpf und Reinhard Zintl) Horizontale Politikverflechtung. Zur Theorie von Verhandlungssystemen, Frankfurt/M., New York, Campus 1992.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten