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Anton Schöpfer

österreichischer Verwaltungsjurist und Politiker

Anton Schöpfer (* 1879 in Innsbruck; † 9. Oktober 1960 in Solbad Hall)[1] war ein österreichischer Verwaltungsjurist und Politiker der FPÖ.

LebenBearbeiten

Schöpfer studierte Ingenieurswissenschaften und Rechtswissenschaften und schloss sein Studium mit der Promotion zum Dr. jur. ab. Er war ab 1900 Mitglied des Corps Gothia Innsbruck.

Im Jahr 1906 wurde er Beamten-Aspirant bei der Bahnstationsamt St. Anton. Ein Jahr später wurde er Bahnkonzipient bei der Staatsbahndirektion Innsbruck, 2. Abteilung, für Rechts- und allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. Im Jahr 1908 folgte das Dienstverhältnis als Bahnkonzipist bei der Staatsbahndirektion Innsbruck, 2. Abteilung, für Rechts- und allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. Von 1910 bis 1914 war er Ministerialkonzipist, Eisenbahn-Ministerium Präsidial-Bureau, und von 1915 bis 1916 Ministerial-Vizesekretär beim Eisenbahn-Ministerium Präsidial-Bureau. In den Jahren von 1917 bis 1918 folgte die Stellung als Ministerialsekretär und von 1925 bis 1930 war er als Ministerialrat Bundesbahndirektor bei der Bundesbahndirektion Villach.

Im Jahr 1932 wurde er als Ministerialrat Bundesbahndirektor bei der Bundesbahndirektion Wien-Nordost.[2] Als im Zuge der Hirtenberger Waffenaffäre der vormalige Generaldirektor der Bundesbahnen Österreichs (BBÖ) Egon Seefehlner suspendiert wurde, wurde Schöpfer im Februar 1933 zum BBÖ-Generaldirektor ernannt,[3] und bekleidete diese Position bis März 1938.

Seine Aussage, für alle BBÖ-Angestellten sei der Beitritt zur Vaterländischen Front selbstverständliche Pflicht, sorgte für heftige Proteste der Sozialdemokraten.[4]

Anton Schöpfer war von 24. Mai 1938 bis 20. September 1938 im Konzentrationslager Dachau inhaftiert.[5]

Von 1956 bis zum 19. Mai 1957 war er Landesparteiobmann der Freiheitlichen Partei Tirols.[6]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Wichtigste vom letzten Monat. In: Stadtgemeinde Innsbruck (Hrsg.): Amtsblatt der Landeshauptstadt Innsbruck. 23. Jahrgang, Nr. 11. Innsbruck November 1960 (Online auf issuu.com).
  2. Lebenslauf in der Bahnhofchronik (Memento vom 16. Dezember 2014 im Internet Archive).
  3. Der Hirtenberger Skandal wird immer ärger!. In: Arbeiter-Zeitung, 24. Februar 1933, S. 1 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/aze.
  4. Irmgard Bärnthaler: Die Vaterländische Front. Geschichte und Organisation. Europa Verlag, Wien / Frankfurt / Zürich 1971, ISBN 3-203-50379-7 (formal falsch), S. 25.
  5. Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau (Hrsg.): NARA Zugangsbuch Nr. 103 / 14290.
  6. Kurt Piringer, Die Geschichte der Freiheitlichen, 1982, S. 36 und 329.