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Antje Jansen (* 1. März 1950 in Kiel) ist eine deutsche Politikerin (Die Grünen/PDS/Die Linke). Sie war zunächst Schleswig-Holsteinische Landessprecherin der Grünen, später der Linken, gehörte von 2009 bis 2012 dem Landtag Schleswig-Holstein an und war dort zeitweise Fraktionsvorsitzende. Im März 2016 trat sie aus der Linken aus.

LebenBearbeiten

Antje Jansen ist gelernte Erzieherin und lebt in Lübeck. Sie war Landesvorsitzende der Partei Die Grünen in Schleswig-Holstein und Landessprecherin der Partei Die Linke in Schleswig-Holstein. Derzeit ist sie Mitglied der Lübecker Bürgerschaft. Von 1990 bis 2001 war Jansen Mitglied der Grünen. Im Kreisvorstand der Lübecker Grünen war sie von 1991 bis 1993 tätig. Landesvorsitzende der Grünen war sie von 1996 bis 1997.

Sie war Bürgerschaftsabgeordnete der Lübecker Grünen und trat 2000 aus der Partei aus, behielt aber ihr Bürgerschaftsmandat.[1] Damals bekam sie Rückendeckung der Lübecker PDS, mit der sie fortan zusammenarbeitete. Zur Bundestagswahl 2002 wurde sie von der PDS Lübeck als parteilose Direktkandidatin aufgestellt. In die PDS trat sie 2005 ein und wurde im Februar 2006 zur Landesvorsitzenden gewählt.[2]

Während ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit war sie Fraktionsvorsitzende der Grünen in der Lübecker Bürgerschaft von 1994 bis 2001 und parteiloses Mitglied der Lübecker Bürgerschaft von 2001 bis 2003 sowie für die Linke seit 2008.

2007 bis 2008 war Jansen Kreisvorsitzende der Linken in Lübeck.[3] Sie kandidierte bei der Kommunalwahl 2008 als Spitzenkandidatin und zog in die Lübecker Bürgerschaft ein.

Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2009 wurde Antje Jansen auf Platz 1 der Landesliste der schleswig-holsteinischen Linken in den Landtag gewählt.[4][5] Sie war Mitglied des Eingabenausschusses und des Sozialausschusses sowie stellvertretendes Mitglied des Innen- und Rechtsausschusses und des Umwelt- und Agrarausschusses. In den Jahren 2011 und 2012 war Jansen Vorsitzende der Fraktion der Linken im Kieler Landtag. Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2012 kandidierte Jansen erneut als Spitzenkandidatin der Linken. Die Linke scheiterte jedoch mit einem Wahlergebnis von 2,2 Prozent an der Fünfprozenthürde und Jansen schied aus dem Landtag aus.

Am 31. März 2016 trat Jansen aus der Partei Die Linke und deren kommunaler Fraktion in Lübeck aus, behielt jedoch ihr Bürgerschaftsmandat. Sie beteiligte sich mit vier aus der Fraktion der Grünen ausgetretenen Kommunalpolitikern an der Neugründung einer kommunalen Fraktion namens grün-alternativ-links (GAL), die seitdem, ohne zur Kommunalwahl angetreten zu sein, die drittstärkste politische Kraft in der Lübecker Bürgerschaft stellt.[6][7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grüne wollen Mandat wiederhaben In: Lübecker Stadtzeitung Nr. 145 vom 3. Oktober 2000
  2. Neue Doppelspitze für Linkspartei in Schleswig-Holstein gewählt, NDR vom 5. Februar 2006
  3. Torsten Teichmann: Klares Votum: Auch in Lübeck ist die Linke jetzt vereinigt In: Lübecker Nachrichten vom 10. Juli 2010, S. 10
  4. Linke stellen Kandidaten für Landtagswahl auf In: HL-live vom 8. August 2009
  5. Freude bei den Linken: Antje Jansen im Landtag In: Wahlsonderausgabe der Lübecker Nachrichten vom 28. September 2009, S. 15
  6. Deutsche Presseagentur (dpa): Die Grünen in der Lübecker Bürgerschaft spalten sich. In: Focus.de, 1. April 2016. (online)
  7. Kai Dordowsky: Chaos, Betrug und Verrat: Heftige Reaktionen auf die GAL In: Lübecker Nachrichten, 2. April 2016. (online)