Anke Weidenkaff

Forscherin

Anke Weidenkaff (* 27. Dezember 1966 in Hannover) ist eine deutsch-schweizerische Chemikerin und Materialwissenschaftlerin. Seit 2018 ist sie Leiterin des Fachgebiets Werkstofftechnik und Ressourcenmanagement an der materialwissenschaftlichen Fakultät der Technischen Universität Darmstadt und Leiterin der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS in Hanau und Alzenau

Anke Weidenkaff
Anke Weidenkaff

LebenBearbeiten

Anke Weidenkaff studierte Chemie an der Universität Hamburg und wurde 2000 an der ETH Zürich im Departement Chemie promoviert. 2006 erhielt sie an der Universität Augsburg die Venia Legendi für Festkörperchemie und Materialwissenschaften und wurde Abteilungsleiterin an der Empa sowie Professorin an der Universität Bern, Schweiz. Von 2013 bis 2018 war sie Direktorin des Instituts für Materialwissenschaft der Universität Stuttgart und leitete dort den Lehrstuhl für Chemische Materialsynthese. Seit dem 1. Oktober 2018 ist Anke Weidenkaff Leiterin der Fraunhofer IWKS[1] in Hanau und Alzenau. Anke Weidenkaff ist darüber hinaus Professorin an der Technischen Universität Darmstadt[2] für das Fachgebiet Werkstofftechnik und Ressourcenmanagement.

Von 2016 bis 2019 war sie Präsidentin der Europäischen Thermoelektrischen Gesellschaft (ETS), deren Vorstand sie seit 2007 angehörte. Sie ist gewähltes Vorstandsmitglied der European Materials Research Society (E-MRS) und war Vorsitzende der E-MRS-Frühjahrstagung 2019.

Seit 2020 gehört Anke Weidenkaff dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) an.

ForschungBearbeiten

Die Hauptforschungs- und Fachgebiete[3] von Anke Weidenkaff sind Materialwissenschaft und Ressourcenstrategien, einschließlich der Entwicklung, Synthesechemie und Charakterisierung von Substitutionsmaterialien für die Energieumwandlung und -speicherung. Aufbauend auf wissenschaftlichen Kenntnisse der Festkörperchemie konzentriert sich ihre derzeitige Arbeit auf die Materialwissenschaft und im Speziellen die Entwicklung von nachhaltigen Materialien und Prozesstechnologien der nächsten Generation für effiziente, geschlossene Materialkreisläufe. Anke Weidenkaff arbeitet mit ihrem Team aktuell an Technologien zur Produktion von (grünem) Wasserstoff inklusive photoelektrochemischer Wasserspaltung, der Herstellung von Carbon Nanotubes mittels Mikrowellen-Plasmasynthese zur Speicherung von Kohlenstoff sowie nachhaltigen Perowskitmaterialien. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit der Entwicklung von Thermoelektrika, Elektrokeramiken und keramischen Membranen. Gemeinsam mit der Abteilung Energiematerialien des Fraunhofer IWKS forscht sie an nachhaltigen Materialien und Recyclingtechnologien für Batterien und Brennstoffzellen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der „Green ICT“, der Entwicklung von nachhaltigen Materialien und Prozessen für die Informations- und Kommunikationstechnologie.

Auszeichnungen und GremienBearbeiten

  • Seit 2020: Kuratoriumsmitglied der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
  • 2020: Berufung in den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)
  • 2020: Wahl in den Vorstand des Materials Valley e.V.
  • 2020: Berufung in den Umwelt- und Klimabeirat der Stadt Alzenau
  • Seit 2016: Mitglied und Sprecherin des Beirats Wissenschaft und Technologie, KIT, Helmholtz-Gemeinschaft
  • 2016–2019: Präsidentin der Europäischen Thermoelektrischen Gesellschaft ETS
  • 2015–2017: Vorstandsmitglied, Material Research Society MRS
  • 2014: Mitglied der International Max Planck Research School for Condensed Matter Science IMPRS-CMS
  • 2012–2013: Chefredakteurin und Mitglied des Redaktionsausschusses von "Energy Quarterly". Mitglied des Beirats der MRS-Buchreihe über Energie und Nachhaltigkeit
  • 2012: Vorstandsmitglied der European Materials Research Society E-MRS
  • 2011–2014: Schweizer Delegierte in der EuCheMS-Arbeitsgruppe für Festkörperchemie
  • 2011: Kavli Foundation Lectureship Award
  • 2011: Kuratoriumsmitglied des Freiburg Materials Research Centre FMF
  • 2008–2009: Schweizer Delegierte in der EU-Programmkommission NMP
  • 2008: Gastprofessorin an der Case Western Reserve University und Gastwissenschaftlerin am NASA Glenn Research Center, Cleveland, USA
  • 2003: Gastprofessorin, Universität Caen, Frankreich und Gastwissenschaftlerin, Laboratorium CRISMAT, Caen, Frankreich

WeblinksBearbeiten

Commons: Anke Weidenkaff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fraunhofer IWKS - Über uns. Fraunhofer IWKs, abgerufen am 16. März 2021.
  2. TU Darmstadt - Anke Weidenkaff. Abgerufen am 16. März 2021.
  3. Publikationen bei Google Scholar. Google Scholar, abgerufen am 4. Mai 2021.