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Angelotto Fosco (* 1378 in Rom; † 12. September 1444 ebenda) war ein stadtrömischer Geistlicher, Bischof und Kardinal der Römischen Kirche. Sein Nachname wird auch als Foschi oder als de Fuschis wiedergegeben.

LebenBearbeiten

Angelotto Fosco stammte aus einer Familie der stadtrömischen Mittelschicht. Er war Kanonikus der Lateranbasilika und wurde von Papst Martin V. zum Päpstlichen Kämmerer ernannt. Am 4. Februar 1418 wurde er Bischof von Anagni, die Bischofsweihe spendete ihm am 20. November desselben Jahres in Mantua der Papst persönlich. Bereits am 14. Februar 1418 war er zum Kommendatarabt des Klosters Santa Maria della Gloria in Florenz ernannt worden. Am 22. Mai 1426 wechselte er auf den Bischofssitz in Cava und wurde dort am 11. Juli 1428 inthronisiert. Er war befreundet mit Kardinal Gabriel Condulmer, dem späteren Papst Eugen IV.

Im Konsistorium vom 19. September 1431 erhob Eugen IV. ihn zum Kardinalpriester mit der Titelkirche San Marco. Er war päpstlicher Legat beim Konzil von Basel und später in Ferrara. 1437 war er Erzpriester der Lateranbasilika und in demselben Jahr Camerlengo des Kardinalskollegiums.

Am 12. September 1444 wurde er vom Sohn einer Hausangestellten, den er in seinem Hause aufgezogen hatte, im Schlaf ermordet. Er wurde in der Kirche Santa Maria sopra Minerva beigesetzt. Im Jahre 1676 wurden seine Gebeine in die Lateranbasilika überführt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

VorgängerAmtNachfolger
Sagace dei Conti (de Comitibus)Bischof von Cava
1426–1431
Ludovico Trevisan
Tommaso di CelanoBischof von Anagni
1418–1426
Ottone de Varria