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Aliança Renovadora Nacional

historische konservative Partei in Brasilien
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Die Aliança Renovadora Nacional (kurz ARENA, deutsch Nationale Erneuerungsallianz) war eine konservative Partei in Brasilien. ARENA diente als Partei der brasilianischen Streitkräfte während der Militärdiktatur und war somit zwischen 1965 und 1980 ohne Unterbrechung Regierungspartei.

GeschichteBearbeiten

Nach der Machtübernahme durch das brasilianische Militär im Jahr 1964 wurden zwar alle bestehenden Parteien verboten, doch anders als in den meisten anderen lateinamerikanischen Diktaturen kein Einparteiensystem installiert. Stattdessen etablierten die neuen Machthaber ein Zweiparteiensystem mit ARENA als Regierungs- und dem Movimento Democrático Brasileiro (MDB) als Oppositionspartei. Allerdings war das Kräfteverhältnis zwischen diesen Parteien asymmetrisch und der MDB hatte keine Chance, ARENA als Regierungspartei abzulösen.

ARENA entwickelte keine eigenständige Programmatik, sondern setzte lediglich die Vorgaben der Militärführung um. 1979 löste die Regierung das Zweiparteiensystem auf, um die Opposition zu spalten, und ARENA ging 1980 in den Partido Democrático Social (PDS) auf.

ParteienstammbaumBearbeiten

 
 
 
Aliança Renovadora Nacional
(ARENA) 1966–1979
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Partido Democrático Social
(PDS) 1980–1993
 
 
 
Partido Democrata Cristão
(PDC) 1985–1993
 
 
Partido Social Trabalhista
(PST) 1988–1993
 
 
 
Partido Trabalhista Renovador
(PTR) 1985–1993
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Partido Progressista Reformador
(PPR) 1993–1995
 
 
 
 
 
 
 
 
Partido Progressista
(PP) 1993–1995
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Frente Liberal
(FL)

Partido da Frente Liberal
(PFL) 1985–2007

Democratas
(DEM) 2007– aktuell
 
 
 
 
 
 
 
 
Partido Progressista Brasileiro
(PPB) 1995–2003

Partido Progressista
(PP) 2003–2017

Progressistas
(PP) 2017– aktuell
 


LiteraturBearbeiten

  • Stefan Rinke, Frederik Schulze: Kleine Geschichte Brasiliens (= Beck'sche Reihe 6092), C.H. Beck, München 2013.