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Alf Önnerfors

schwedischer klassischer Philologe

Alf Roland Önnerfors (* 30. November 1925 in Hovmantorp, Gemeinde Lessebo) ist ein schwedischer klassischer und mittellateinischer Philologe.

LebenBearbeiten

Alf Önnerfors arbeitete nach der Promotion als Universitätsdozent an der Universität Uppsala (1956–1962) und der Universität Lund; während dieser Zeit war er dreimal Vertretungsprofessor (1958, 1960 und 1962). 1963 folgte er einem Ruf an die Freie Universität Berlin, wo er eine ordentliche Professur bekleidete. 1970 wechselte er an die Universität zu Köln, wo er bis zu seiner Emeritierung (1991) als Professor für Mittellateinische Philologie am Institut für Altertumswissenschaften wirkte. Önnerfors lebt heute in Lund. Er war von 1973 bis 1997 ordentliches und ist seit 1997 korrespondierendes Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften.

Alf Önnerfors war einer der führenden mittellateinischen Philologen des 20. Jahrhunderts. Er verfasste zahlreiche Monographien über mittellateinische Literatur, darunter auch kritische Editionen verschiedener Werke. Sein Werk Mittellateinische Philologie: Beiträge zur Erforschung der mittelalterlichen Latinität (Darmstadt 1975) ist ein Standardwerk. Unter anderem befasste er sich auch mit der medizinischen Fachsprache des Mittelalters.[1] Gemeinsam mit Fritz Wagner gab er 1973 eine Festschrift für seinen Kölner Amtsvorgänger Karl Langosch (1903–1992) heraus. Seine Kleinen Schriften erschienen 1998 unter dem Titel Classica et mediaevalia.

LiteraturBearbeiten

  • Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender, Ausgabe 2003, Band 2, S. 2401.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ars Önnerfors: Das medizinische Latein von Celsus bis Cassius Felix. In: Wolfgang Haase, Hildegard Temporini (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band II, 37/1, Berlin/New York 1993, S. 227–392.