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Adams Barracks

Kaserne in der mittelfränkischen Stadt Zirndorf

Die Adams Barracks waren eine Kaserne in der mittelfränkischen Stadt Zirndorf.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Gendarmerie-KaserneBearbeiten

Bereits in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bestand am Zirndorfer Stadtteil Hirtenacker eine Kaserne, in welcher Verbände der Gendarmerie stationiert waren. Diese militärisch gegliederten Polizeikräfte gehörten dem System der nationalsozialistischen Ordnungspolizei an.

Im späteren Verlauf des Krieges waren auch Einheiten der in die Struktur der Ordnungspolizei eingegliederten Feuerschutzpolizei hier untergebracht. So war Mitte 1942 unter anderem der Regimentsstab des III. Feuerwehrregimentes der Feuerschutzpolizei zur Sicherstellung des Brandschutzes der nahen Großstadt Nürnberg nach Bombenangriffen in der Zirndorfer Gendarmerie-Kaserne stationiert.

Adams BarracksBearbeiten

Nach dem Krieg nutzte die US Army die Einrichtungen fort und benannte die Kaserne in Adams Barracks um. Stationiert waren hier die Einheiten des 16. (US) Infanterie-Regiments, einem Verband, welchem auch der Namensgeber der ebenfalls in Zirndorf befindlichen Pinder Barracks, John J. Pinder Jr. angehörte. Weiterhin waren Stabs- und Unterstützungseinheiten weiterer benachbarter Truppenteile in der Kaserne untergebracht.

Bereits in den frühen 1950er Jahren wurden allerdings die Einheiten der Nuernberg Military Community neu strukturiert und die Adams Barracks für amerikanische Verbände aufgelassen.

Zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber (ZAE)Bearbeiten

Im April 1955 wurde mit Zustimmung des US Escapee Programms (UEP) die als Folge des Krieges immer noch unter Beschlagnahme stehende Adams Barracks dem Freistaat Bayern als Sammellager für Ausländer zur Verfügung gestellt[1]. Die Bezeichnung als Gendarmerie-Kaserne in der Bestimmung des Sammellagers für Ausländer in Zirndorf (Krs. Fürth) (1955) des Bundesministeriums des Innern[2]. Die damalige Aufnahmekapazität nach einer ersten Renovierung und Anpassung nach der Kasernennutzung betrug 350 Plätze.

Im Jahr 1961 wurde das Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge in die Nachbarschaft der Aufnahmeeinrichtung verlegt. In den weiteren Folgejahren wurde die Zentrale Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Zirndorf als Durchgangsstation für Asylsuchende vor ihrer Weiterverteilung auf die Länder bundesweit bekannt.

Damit war aus einer polizeilichen und militärischen Kaserne eine erste Anlaufstelle für in Deutschland asylsuchende Personen geworden.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Information beim Bundesarchiv Abgerufen am 23. November 2008
  2. Bundesarchiv Abgerufen am 23. November 2008

Koordinaten: 49° 25′ 59,4″ N, 10° 57′ 9,5″ O