Şükriye Dönmez

türkische Schauspielerin, Theater- und Kurzfilmregisseurin

Şükriye Dönmez (* 1969 in Ananos, Türkei) ist eine in Deutschland aufgewachsene türkische Schauspielerin, die sich auch als Theater- und Kurzfilmregisseurin betätigt. Sie spielte die Hauptrolle in Fatih Akıns erstem Kurzfilm Sensin – Du bist es! (1995).

Leben Bearbeiten

Im Alter von sechs Monaten kam sie mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland, wo sie lange Zeit lebte. Im Juni 2004 berichtete das deutsche Politmagazin Kontraste über das Scheitern ihres im März 1999 gestellten Einbürgerungsantrages in die Bundesrepublik Deutschland, das nach fünf Jahren Bearbeitungszeit mit einer zwischenzeitlichen Arbeitslosigkeit begründet wurde. Dönmez ist türkische Staatsbürgerin (Stand 2004) und lebt nun in Istanbul.[1]

Werk Bearbeiten

Nach der Hauptrolle in Sensin trat sie auch in dem Kinofilm Kurz und schmerzlos (1998) von Akın auf. Weitere auch große Rollen in Spielfilmen wie beispielsweise in Cemile (1996) oder zuletzt in Edwin Brienens Horrorfilm Hysteria (2006) folgten nach ihrem Debüt. In der TV-Serie Klinikum Berlin Mitte – Leben in Bereitschaft (2001) war Dönmez als Oberschwester Ayfer Şükür zudem in einer festen Rolle vertreten. Daneben weitere Fernseh- sowie Theaterarbeit, letztere auch als Regisseurin (beispielsweise beim Diyalog TheaterFest, wo sie 2001 Koppstoff von Feridun Zaimoğlu inszenierte und selbst die Hauptrolle übernahm). Mit ihren eigenen Kurzfilmen gewann die Schauspielerin auch einen regionalen Filmpreis (B-In-Berlin Film Award für Femme Fatal, 2005). Ihre Filme Femme Fatal und Das Foto (2004) wurden zudem auf der Interfilm Berlin gezeigt.

Filmografie (Auswahl) Bearbeiten

Kino Bearbeiten

Fernsehen Bearbeiten

Eigene Kurzspielfilme Bearbeiten

  • 2002 Mission ImPISSEbel
  • 2004 Das Foto
  • 2005 Femme Fatal
  • 2005 Underdog
  • 2007 Spot
  • Die Pappnasen

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Michael Thumann: Brezeln für den Bosporus. Viele gut ausgebildete Deutschtürken gehen in die Türkei zurück. Und bleiben dabei überraschend deutsch. In: Die Zeit. Nummer 44, 28. Oktober 2010, S. 11.